Klimaschutz-Pilotprojekt in der Region Verden / Vortrag im Kreishaus

Hausnummer in Grün

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Professor Dr. Dirk Olbers, Gerhard Meyer Ralf Jenßen und Bernhard Schorn (v.l.) präsentieren das niedersächsische Pilotprojekt um die „Grüne Hausnummer“.

Verden - Auf den ersten Blick ist es einem Haus nicht anzusehen, ob es energieeffizient saniert oder gebaut worden ist. Dies soll sich mit einer Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen ändern. Die „Grüne Hausnummer“ zeigt jedem, dass die Besitzer des betreffenden Hauses mehr getan haben, als es der Gesetzgeber verlangt, hieß es bei einem Pressegespräch mit den Verantwortlichen von ikeo, dem Partnerverein der Aktion im Landkreis Verden.

„Vor etwa zwei Jahren ist die Idee entstanden, Klimafragen mit einer Belohnung zu verknüpfen, statt mit Ängsten“, erklärte Vorstandsmitglied Bernhard Schorn von der Verein „Initiative für eine klimafreundliche Energieversorgung Ottersberg“ (ikeo). Gut geeignet fanden sie die „Grüne Hausnummer“, die es in anderen Bundesländern bereits gibt. Für Niedersachsen suchte der Verein eine staatliche Einrichtung für die Aktion und fand sie in der Klimaschutz- und Energieagentur.

Der Landkreis Verden mit angrenzenden Gemeinden in benachbarten Landkreisen sei das Gebiet des niedersächsischen Pilotprojekts. Besonders stolz sind Schorn und seine Mitstreiter, dass sie für die Auftaktveranstaltung am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr, Professorin Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung gewinnen konnten.

In ihrem Vortrag gehe es um die Frage: „Energiewende - Fluch oder Segen? Wie wirkt sich die Energiewende auf Arbeitsplätze und Strompreise aus? Sind die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreichbar? Bestehen gesundheitliche Gefahren für Menschen, die in der Nähe einer Stromtrasse leben?“

Für den Verein und die Aktion sei es ein Glücksfall, dass sie nach Verden kommt. „Und für Verden sicher ein Ereignis“, so Schorn. „Sie ist die bekannteste Expertin für Energiewirtschaft in Deutschland. Eine Koryphäe“, sagt er und dem stimmen seine Vorstandskollegen Professor Dr. Dirk Olbers, Gerhard Meyer und Ralf Jenßen sofort zu. Landrat Peter Bohlmann unterstütze die Aktion ebenfalls und stelle für die Veranstaltung den Kreistagssaal zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Wer sich für eine Grüne Hausnummer bewerben will, kann das Antragsformular auf der Homepage des Vereins „www.ikeo-ev.de“ herunterladen. Bewerbungsschluss ist am 15. November. Später eingereichte Anträge werden im kommenden Jahr berücksichtigt.

Voraussetzung ist bei Neubauten, dass diese mindestens den KfW-Effizienzhausstandard 55 erfüllen. Bestandsgebäude müssen nach em KfW-Effizienzhausstandard saniert worden sein oder mit Einzelmaßnahmen, bestimmte, in dem Antragsformular beschriebene Kriterien erfüllen. Passt alles, dann gibt es die Grüne Hausnummer und eine Urkunde. Zudem soll ein Geldpreis von 1750 Euro verlost werden.

wb

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