Erstes Treffen mit Energieberatern / Förderungsfähige Projekte

Klimaschützer jetzt in Verden

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Johannes Gadeberg und Jörgen Birkhan (vorn v.l.) stellten den Energieberatern die Projekte der Klimaschutzagentur vor. ·

Verden - Die Klimaschutzagentur energiekonsens ist jetzt auch im Raum Verden aktiv. Am Mittwoch hatten Johannes Gadeberg, Leiter des Regionalbüros Elbe-Weser, und Projektmanager Jörgen Birkhan die unabhängigen Energieberater der Region zu einem ersten Treffen in den Liekedeeler eingeladen.

Die gemeinnützige Klimaschutzagentur ist im Jahr 1997 im Zuge der Privatisierung der Bremer Stadtwerke entstanden. Gesellschafter der Public-Private-Partnership sind neben der Stadt Bremen die swb AG und die EWE Energie AG. Ziel der Klimaschützer ist es, den CO2-Ausstoß zu verringern. Angesprochen werden in erster Linie Kommunen, Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen.

Energiekonsens hat für diese Klientel mehrere förderungsfähige Projekte entwickelt, die den Energieeinsatz so effizient wie möglich gestalten sollen.

Bisher war die Tätigkeit der Agentur allerdings auf das Land Bremen beschränkt. Nun ist sie mit zwei neuen Büros auch im Raum Elbe-Weser und Weser-Ems in Niedersachsen vertreten. Das Treffen mit den Energieberatern sollte dazu dienen, erste Kontakte zu knüpfen und so die Grundlage für ein späteres Netzwerk zu schaffen. Denn auch die Menschen jenseits der Bremischen Landesgrenze sollen jetzt von der 15-jährigen erfolgreichen Arbeit der Klimaschutzagentur profitieren. „Wir müssen nicht alles neu erfinden, wir brauchen Leute, die unsere Projekte hier umsetzen“, so Johannes Gadeberg. „Wir bringen die Projekte und das Know-how mit und sorgen auch für Schulungen“.

Ein Projekt von energiekonsens ist „ener:amt“ für kommunale Verwaltungen. Mit Unterstützung von Energieexperten werden vorhandene Einsparpotenziale im Arbeitsalltag aufgespürt. So wird zum Beispiel mit Messgeräten der aktuelle Energieverbrauch dargestellt, Möglichkeiten der Energieeinsparung durch Verhaltensänderungen werden aufgezeigt.

Ein weiteres Projekt ist „ener:kita“ für kommunale Kindertagesstätten. Mit vorbereiteten Materialien werden die Kinder frühzeitig für Energie- und Wassereinsparungen sensibilisiert. Außerdem werden die Einrichtungen von regionalen Gebäudeenergieberatern begutachtet. Die Angestellten und Erzieher erhalten Schulungen im energiesparenden Verhalten. Für zwei Jahre werden die Beteiligten weiter fachlich begleitet.

„Wir wollen aber auch die Verbraucher direkt ansprechen und so den Klima schutz mit Leben füllen“, erklärte Johannes Gadeberg.

Das Projekt „Taten statt warten“ wendet sich daher direkt an die Bürger. Ein unabhängiger Energieberater kommt ins Haus und macht mit Hilfe eines Erfassungsbogens eine energetische und bauliche Einschätzung des Gebäudes. Im persönlichen Gespräch macht er anschließend Vorschläge für eine zielgerichtete Sanierung.

Alle Projekte werden mit 50 Prozent gefördert, die finanzielle Grundlage ist durch Spenden bis zum Jahr 2014 gesichert. · ahk

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