Sechs Welpen halten in Barme ihre Pfleger auf Trab / Die Lieblinge der Besucher benötigen noch viel Schlaf und Wärme

Kleine Wölfe brauchen Körperkontakt

Barme - (rei) · Heute sind sie genau 14 Tage alt und schon richtige kleine Stars: Fünf Rüden und eine Fähe europäischer Grauwölfe sind seit Ende vergangener Woche die niedlichen Neuzugänge im Wolfcenter in Barme. Sie halten ihre Pfleger auf Trab und die Besucher können von den Winzlingen gar nicht genug bekommen. „An erster Stelle steht jetzt aber das Wohlbefinden der Welpen“, sagt das Inhaber-Ehepaar Faß. „Wir hoffen, die Gäste haben dafür Verständnis.“

Geboren wurden die Baby-Wölfe am 10. Mai im Wildpark Neuhaus/Solling in Südniedersachsen. Auf ihren Umzug ins Wolfcenter hat sich das Ehepaar Faß schon seit Wochen gefreut – und sich auf diesen Moment bis ins kleinste Detail vorbereitet. In einem eigenen Welpen-Gehege steht ein Armeezelt, in dem die Tiere ihr vorläufiges neues Zuhause bezogen haben. Hier werden die kleinen Schönheiten unter wärmenden Rotlichtlampen liebevoll mit der Hand aufgezogen. „In den kommenden Wochen werden sie von meinem Mann und Tierpflegerin Nicola Gölzner rund um die Uhr betreut“, berichtet Christina Faß.

Frank und Christina Faß bewundern einen ihrer insgesamt sechs Wolfswelpen, die Ende vergangener Woche „eingezogen“ sind.

Die Kleinen werden alle paar Stunden mit der Milchflasche gefüttert. Dabei achten die Pfleger darauf, dass die Tiere viel Körperkontakt mit ihren Bezugspersonen haben, um die Wölfe, so weit es möglich ist, auf den Menschen zu sozialisieren. „Das machen wir deswegen, damit die Tiere Besuchern gegenüber später weniger scheu sind.“ Das bedeutet für die Tiere auch weniger Stress.

In ihren ersten Lebenswochen brauchen die kleinen Fellknäuel noch ganz viel Wärme und Schlaf. „Wir versuchen, den Besuchern bei jeder Führung einen der kleinen Welpen zu zeigen“, so Christina Faß. „Aber die Tiere brauchen noch ganz viel Ruhe und wir bitten um Verständnis, falls wir gerade mal keinen Welpen hervorholen können. Schlaf muss sein.“

Satt und müde, dieser Rüde: In der Armbeuge von „Papa“ Frank Faß fühlt sich der Welpe besonders wohl.

Aber ab der fünften Woche werden die jungen Wölfe wahrscheinlich schon neugierig ihre nähere Umgebung erkunden. Im Spiel untereinander und mit ihren menschlichen Bezugspersonen sollen sie soziales Miteinander lernen. Unterstützt werde das Team bei dieser Aufgabe in den Sommermonaten von ausgewählten, motivierten Praktikanten, erzählt Christina Faß.

Aus den kleinen Kuscheltieren sollen irgendwann solch stolze, starke Wölfe werden.

Eine wichtige Aufgabe steht noch bevor: Alle Besucher sind aufgefordert, das Wolfscenter bei der Namensfindung für die Welpen zu unterstützen. „Jeder, der seinen Wunschnamen bei uns an der Information abgibt, nimmt an einer Verlosung teil. Als Preise winken zum Beispiel Familienkarten, Jahreskarten oder Bücher.“

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