Das Kinderfest zum 20. Geburtstag der Achimer Kunstschule fand gestern im „Magdeburger Viertel“ großen Anklang

Kleine Künstler konzentriert und kreativ

Kleine Künstler sind mit Begeisterung dabei. Vorne werden Landschaften aus Ton geformt, dahinter experimentieren Jungen und Mädchen mit Farbe.

Achim - ACHIM (mb) · War es am frühen Mittag noch etwas einsam, herrschte nachmittags tolles Treiben und kunterbunte Vielfalt beim Kinderfest der jetzt 20-jährigen Kunstschule Achim gestern beim Bürgerzentrum in der Magdeburger Straße.

Mit großer Konzentration, Kreativität und Begeisterung modellierten da viele Jungen und Mädchen Menschen, Tiere, Pflanzen, Häuser und Fahrzeuge aus Ton, komponierten sie zu Landschaften, experimentierten mit Farben auf Tapetenrollen oder ließen sich schminken. Die Kunstaktionen für Kinder unter der Leitung von Antje Herms und Mary Hagen waren der Hit im Viertel.

Wem es mehr nach Bewegung drängte, der sprang mit dem Seil, nutzte die Straße zu anderen Spielen oder jagte dem runden Leder hinterher. Die „Drahtzieher“ Detlef Wutschik und Axel Brasgalla hatten mit ihrem Stück „Rotkäppchen aus dem Altkleider-Container“ für Furore gesorgt. Bei Kaffee, Kuchen, Limo und Gegrilltem vom Rind und Geflügel war rundum fürs Wohlbefinden gesorgt.

Zu Beginn hatte es zum 20. Geburtstag der Kunstschule „geistige Nahrung“ gegeben.

Dr. Sabine Fett, Landesvorsitzende der 47 Kunstschulen im Lande, hatte weit ausgeholt und den chinesischen Philosophen Laotse zitiert: Sage mir etwas, und ich werde es vergessen. Zeige mir etwas, und ich werde es behalten. Beteilige mich, und ich werde es begreifen.“ Ein Motto, das auch für die Kunstschulen gelte, die keine elitären Spielecken, sondern wichtige Mosaiksteine in der Bildungslandschaft seien, die nicht nur Ästhetik, sondern auch Bildung im weitesten Sinne, Identität, Selbstvertrauen und Freiheit vermittelten. Ästhetische Kompetenz und visuelles Lernen seien nicht zuletzt in der heutigen Medienlandschaft wichtige Komponenten.

Die Landesvorsitzende bemühte mehrfach die Geschichte vom Hasen und Igel und stellte lange die Kunstschulen als Hasen dar, die gegen die öffentliche Finanznot bis zur Erschöpfung anrennen müssten. Letztlich zeige sich aber, dass die Kunstschulen und Kunstevereine doch Igel, ebenso erfinderisch, seien.

Wiltrud Ysker, Fachdienstleiterin der Stadt für den Kulturbereich, hatte in Anwesenheit des Ratsvorsitzenden Hans-Jürgen Wächter und des Kulturausschuss-Vorsitzenden Rüdiger Dürr, ebenfalls anerkennende Worte für die Achimer Kunstschule gefunden, die unter der früheren Vorsitzenden Ingrid Guderian im Pavillon neben der Realschule, auf heutigem Hauptschulgelände, begonnen hatte, und heute im vergrößerten Haus der Projekte in der Magdeburger Straße, im alten Bierdener Feuerwehrhaus und im Künstleratelier in der Bergstraße aktiv ist.

Heidrun Stöver, Vorsitzende des Achimer Kunstvereins, freute sich über so viel Zuspruch und hatte anhand der Teilnehmerlisten ein damaliges Mädchen ausfindig gemacht, das beim ersten Kunstkurs in Achim mitgemacht hatte und heute eine erwachsene Frau ist: Insa Tonn. Sie war gestern auch zum Kinderfest der kleinen und großen Künstler in der Magdeburger Straße gekommen und mit einem süßen Geschenk belohnt worden.

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