Stadt unterzeichnet Vertrag mit Bauunternehmen / „Innovatives Investorenmodell“ spart Geld / Auch Platz für Krippe

Kita-Neubau Uesen entsteht aus einer Hand

Im Beisein von Michael Werner (Sikma GmbH) und Kita-Leiterin Ulrike Schmees unterzeichneten Bauunternehmer Johann Gottfried Stehnke und Bürgermeister Uwe Kellner den Vertrag zum Neubau des Kindergartens. Entwurfsskizzen dazu hängen im Hintergrund.

Achim - Von Michael Mix. Der Neubau des Kindergartens Uesen am Stadtwald ist in trockenen Tüchern. Die Stadt Achim hat das Bauunternehmen Stehnke aus Osterholz-Scharmbeck mit der Planung, dem Bau und der Zwischenfinanzierung des 1,88 Millionen Euro teuren Vorhabens beauftragt.

Bürgermeister Uwe Kellner und Firmenchef Johann Gottfried Stehnke unterzeichneten gestern den entsprechenden Vertrag.

Das Projekt wollen die Beteiligten nach einem „innovativen Investorenmodell“ in einer Art öffentlich-privater Partnerschaft umsetzen.

Die alte Kita Uesen ist bald Geschichte. ·

Eine Sanierung des vorhandenen Kindergartens Uesen an der Heinrich-Laakmann-Straße hätte sich bei den verschärften energetischen Vorschriften nicht gerechnet, bekräftigte Bürgermeister Kellner bei dem Pressegespräch im Rathaus. Deshalb habe der Stadtrat einen Neubau auf dem ehemaligen Kasernengelände befürwortet. Und der werde nun „in einer abgespeckten Version von PPP“ (Public Private Partnership) verwirklicht. Das gesamte Vergabeverfahren übertrug die Stadt der Sikma GmbH mit Sitz in Achim. Auf die deutschlandweite Ausschreibung für das aus Planung, Bau und Zwischenfinanzierung bestehende Auftragspaket habe es zehn Bewerbungen gegeben, von denen drei Bieter ausgewählt worden seien, verriet Dr. Michael Werner, Geschäftsführer bei der Sikma, die sich als „Berater für kommunale Aufgabenträger“ versteht.

Die drei eingereichten Entwürfe für den Kita-Bau hätten er und Kollegen dann nach Kriterien wie Funktionalität, Flexibilität, Qualität, Ästhetik und nicht zuletzt nach dem Preis bewertet. Anregungen von Uesens Kindergarten-Leiterin Ulrike Schmees zu Gestaltungsfragen seien dabei eingeflossen. Das „aufwendige Verfahren in zwei Verhandlungsrunden mit einer Vielzahl von Änderungen“ habe 13 Monate gedauert, berichtete Werner.

Am Ende habe der „optimierte Entwurf“ des Bauunternehmens Stehnke am meisten überzeugt. Dieser halte auch die von der Stadt festgelegte Investitionsobergrenze von 1,9 Millionen Euro ein. Nach Angaben von Werner spart Achim durch das Investorenmodell unter dem Strich 270 000 Euro „gegenüber den Schätzkosten“.

Zusammen mit dem Bremer Architekturbüro Schröder und den Landschaftsplanern von Henke + Blatt in Achim bilde sein Unternehmen ein Projektteam, informierte Johann Gottfried Stehnke. Bei mehreren Bauten im Landkreis Osterholz habe die Firma bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kommunen gesammelt.

Der neue Kindergarten soll im künftigen Wohngebiet am Stadtwald entstehen. Die Stadt habe für diesen Zweck ein 3 700 Quadratmeter großes, längliches Grundstück südlich der Steubenallee, ein Stück hinter der Stadtwaldschule, erworben, teilte Bürgermeister Kellner mit.

Ein moderner Flachbau mit Satteldach und einer Nutzfläche von 860 Quadratmetern sei dort vorgesehen. Die drei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige, die auch jetzt schon an der Laakmann-Straße angeboten werden, finden darin Platz. Während drinnen eine „zentrale Spielinsel“ als Attraktion lockt, könnte im Garten die geplante Bobbycar-Bahn bei den Kindern zum Renner werden.

Anders als bisher wird die neue Kita Uesen auch eine Krippe mit zwei Gruppen beherbergen. Dieser laut Schmees „weitgehend abgetrennte Bereich“ verfügt über Schlafräume und ein separates Außengelände.

Der Neubau, mit dem im August begonnen und der ein Jahr später in Betrieb genommen werden soll, erlaube eine „multiple Nutzung“, stellte Sozialfachbereichsleiterin Wiltrud Ysker fest. „Der Entwurf ist extrem gut gelungen“, lobte Ingenieur Werner und führte die „gefällige Architektur mit abgerundeten Ecken, versetzten Fenstern und mit viel Lichteinfall“ an.

Einen Großteil der Kosten muss die Stadt nicht aus eigener Tasche bezahlen. Die 30 Krippenplätze fördere der Bund mit 435 000 Euro, sagte Kellner. Von den verbleibenden 1,45 Millionen Euro übernehme der Landkreis die Hälfte der Summe.

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