Arbeitskreis will Ortsmitte nicht nur verschönern: Besondere Aussaat soll Nahrungsgrundlage für Insekten bilden

Kirchlintler „servieren“ demnächst ein Bienenmenü

Die Aussaat soll nicht nur Honig- und Wildbienen ernähren, sondern auch Hummeln und Schmetterlinge.

Kirchlinteln - · Die Pflanzaktion des Arbeitskreises „Kirchlinteln blüht auf“ ist zwar abgeschlossen, doch letzte Arbeiten wurden am vergangenen Donnerstag erledigt. Eine Tonne Split wurde von den Akteuren zwischen den Rosen verteilt.

Vom Gärtner wurde ihnen abgeraten, Rindenmulch zu verwenden, weil dieser den Rosen Stickstoff entziehen würde, und diese darum zu viel gedüngt werden müssten. Als Alternative wurde vom Fachmann darum Split vorgeschlagen, der nun zwei bis drei Zentimeter hoch zwischen den Rosen aufgetragen wurde.

In Zusammenarbeit mit dem Kirchlintler Bürgerbusverein werden weiterhin die Bushaltestellen „Alte Mühle“ und „Ortsmitte“ mit Tagetes und Spiräen verschönert.

Der Arbeitskreis will außerdem innerhalb der historischen Ortsmitte etwas Gutes für die Bienen tun. Aufgeschreckt durch eine Dokumentation über das rätselhafte Bienensterben (in der Bundesrepublik hat in diesem Jahr jedes vierte Bienenvolk den Winter nicht überlebt), entschlossen sich Renate Meyer und Gerda Köster, zumindest auf örtlicher Ebene dagegen etwas zu tun. Sie haben bei der Umweltorganisation Greenpeace 20 Tüten „Bienenmenü“ bestellt. Diese Tüten enthalten eine Nahrungsgrundlage nicht nur für Honig- und Wildbienen, sondern auch für Hummeln, Schmetterlinge und Co.

Die Bio-Aussaat besteht aus einer Mischung aus Phacelia (Bienenfreund), Buchweizen, Kornblume, Ringelblume, Borretsch und Dill. Bezug nehmend auf den neuen Arbeitskreis Ortsbildentwicklung, der einen Lehrbienenstand auf dem Aulagrundstück favorisiert, soll hier der Schwerpunkt der Aussaat liegen.

Die beiden Sprecherinnen würden es gut finden, wenn noch ein paar Kirchlintler Privatpersonen in ihren eigenen Gärten für die Lebensgrundlage der gefährdeten Bienen sorgen würden.

Wer interessiert ist an dem „Bienenmenü“ in seinem Garten, kann sich telefonisch unter 04236/1397 bei Renate Meyer melden. Die Aussaat kann bis Anfang Juli erfolgen und braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Inhalt einer Tüte reicht für drei bis vier Quadratmeter, die Pflanzen haben keine besonderen Ansprüche an den Boden und blühen bis in den September hinein.

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