Judith Wieters trat freiwilliges soziales Jahr in der Kirchengemeinde Wittlohe an

Zum Start gleich eine Taufe an der Aller

Gestaltete mit der Lesung einen Teil des Taufgottesdienstes: Judith Wieters (r.).
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Gestaltete mit der Lesung einen Teil des Taufgottesdienstes: Judith Wieters (r.).

Wittlohe – Bereits seit ihrer Konfirmation vor drei Jahren engagiert sich die 17-jährige Judith Wieters aus Armsen ehrenamtlich in der St. Jakobi Kirchengemeinde. Sie freut sich nun darauf, in ihrem am 1. August begonnenen Freiwilligem Sozialen Jahr ihre Mitarbeit weiter ausbauen und intensivieren zu können. „Ich freue mich sehr auf viele neue Erfahrungen“, sagte Judith Wieters. Sie sei glücklich, dass sie in diesem Jahr die Möglichkeit habe, mit so einem tollen Team zusammen arbeiten zu können.

Gleich am ersten Tag ihres FSJ gab es für sie auch die erste Aufgabe, sie war Teil des Teams eines Taufgottesdienstes an der Aller und gestaltete mit einer Lesung einen Teil der Feierlichkeit. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit wird zu 60 Prozent in der Kirchengemeinde in der Arbeit mit den Kindern und Konfirmanden liegen, die restlichen 40 Prozent umfasst das wichtige Engagement im Verein der Zeitgeschichtlichen Werkstatt im Kapitelhaus.

Einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit den Konfirmanden und hier speziell der Erinnerungskultur bekam sie im vergangenem Jahr, als sie im Team mit ihrem Vorgänger als FSJler, Joshua Paul, sowie mit vier Konfirmanden eine Info-Tafel erstellte, die sie kürzlich auf dem Friedhof in Hohenaverbergen aufstellten. In Zusammenarbeit mit Experten hatte das Team die Ereignisse der letzten Kriegstage aufgearbeitet und dabei neue Erkenntnisse gesammelt.

„Für mich war es sehr spannend und auch eine besondere Herausforderung, sich gemeinsam mit den Konfirmanden mit der Geschichte hier vor Ort auseinanderzusetzen“, so die FSJlerin, die auch die Erfahrungen ihrer Schwester Julia nutzte. Diese hatte 2017/2018 das Amt als Nachfolgerin von Kira Georg inne, die mit dem Team das Schicksal verstorbener Kinder von Zwangsarbeiterinnen erforschte. Sie lerne immer noch viele Sachen dazu, denn es gebe noch so viele Orte in der Gemeinde, die wichtig für die eigene Geschichte seien, befindet Judith Wieters. Jedes Ereignis aus der Zeit sei wichtig und dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

„Für mich selbst und dem Team von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern ist die Arbeit des FSJlers äußerst wichtig“, so Pastor Wilhelm Timme. Dabei war es anfangs gar nicht so sicher gewesen, dass diese Stelle eingerichtet werden könnte. Angesichts der Tatsache, dass 2013 bereits die Diakonin Insa Heimsoth die Kirchengemeinde verließ, war die Arbeit nicht weniger geworden. Den Anstoß habe 2016 Kira Georg mit ihrer Bewerbung gegeben.

Aus finanzieller Hinsicht sei es anfangs als kaum machbar erschienen, die mit rund 9000 Euro versehene Stelle einzurichten. Aber nach mehreren Gesprächen sei die von der Kirchengemeinde schließlich zu tragende Finanzierung unter anderem durch Zuschüsse auf etwa die Hälfte gesunken. Der Posten des FSJlers sei eine wichtige Verbindung zwischen dem Kapitelhaus und der Kirchengemeinde, berichtete der Pastor. rö

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