Baumpflanzaktion der St.-Jakobi-Kirchengemeinde

51 Zeichen für eine gute Zukunft gesetzt

Jung und Alt pflanzten ihre Bäumchen. - Foto: Röttjer

Wittlohe - Der Jakobiwald der St.-Jakobi-Kirchengemeinde zwischen Wittlohe und Stemmen wächst und wächst. Am Sonnabend wurden 51 Pflänzlinge gesetzt. Erneut hatten sich etliche Interessenten gemeldet, die aus Anlass eines besonderen persönlichen oder familiären Ereignisses einen Baum pflanzen wollten.

Sie kamen nicht nur aus der Kirchengemeinde, auch Superintendentin Elke Schölper sowie Gemeindeglieder der katholischen Kirche und der SELK, der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, waren unter den „Paten“ und Stiftern. Pastor Wilhelm Timme begrüßte sie: „Mit dieser Anzahl von Bäumen werden 51 Zeichen gegen Ignoranz und gegen Geld verdienen um jeden Preis gesetzt, aber auch 51 Zeichen für eine gute Zukunft auf unserem Planeten.“ 

Ein schlechtes Zeichen für die Umwelt sei die Wahl von Donald Trump als Präsident der USA. Dieser habe in seiner Wahlkampagne damit geworben, dass er von verantwortlicher Umweltpolitik gar nichts halte. Dass die Umweltpolitik auch von der Automobilindustrie mit Füßen getreten werde, sei hinlänglich bekannt.

Die 51 Zeichen für eine gute Zukunft seien klein. Timme: „Kleine Bäumchen – kleiner Effekt im Zusammenhang mit dem Weltklima“. Aber sie würden leben und wachsen, in jedem Jahr mehr Sauerstoff für das Weltklima produzieren und den von den Menschen hinterlassenen CO2-Dreck aufsaugen. Wald sei Leben und auch eine Lebensgemeinschaft. Das gelernt zu haben und zu leben, sei ein Nebeneffekt des Einsatzes für das Klima.

Heute seien es unter anderem die Täuflinge, für die ein Baum gepflanzt werde, sagte der Pastor. Und so wie die Kinder ihren Platz in der Welt eroberten, gehe es auch den Bäumchen. Hier im Wald sei das Leben nicht immer einfach und manchmal auch ein Kampf ums Überleben. So wie die Eltern sich um ihren Nachwuchs kümmerten, gebe es in der Kirchengemeinde die „Kümmerer“, die um das Wohl der Bäume besorgt seien.

In diesem Zusammenhang verabschiedete Timme Hans-Dieter Wieters aus Armsen aus seinem Amt als „Geländekümmerer“. Dieser habe vier Jahre viel Freizeit im Jakobiwald verbracht. Für den Kirchenvorstand überreichte Jutta Bönsch ein Präsent.

Nach einer musikalischen Einlage des Posaunenchores Kirchlinteln griffen die vielen Pflanzer zu Spaten und Gießkanne und setzten Feldahorne, Eichen, Blut- und Rotbuchen sowie erstmals auf Vorschlag von Imkern auch Linden in die zuvor ausgehobenen Pflanzlöcher.

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