Isabela und Karol Socha setzten besondere Ideen um

Der Wunsch nach einer roten Brille

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Isabela und Karol Socha gestalten Brillen in einem ganz besonderen Design.

Westen - Was macht ein junges, modebewusstes Mädchen, wenn es eine Brille tragen muss, aber nicht die bekommt, die sie sich wünscht? Vor dieser Frage stand die in Polen geborene Isabela Socha seinerzeit. Ihr Traum war eine rote Brille. Ihre Lösung: Sie stellt sie selbst her, und das auch noch umweltfreundlich.

Ehe es soweit sein sollte, ging allerdings noch ein wenig Zeit ins Land. In Polen wurde Isabela Socha fündig. „Brillen sind dort deutlich billiger“, lacht sie. Sie knüpfte Kontakte zu Optikern und besuchte verschiedene Messen. Dabei lernte sie auch ihren Mann Karol kennen, der, wie es der Zufall wollte, Augenoptikermeister ist. Zur Familie gehört mittlerweile die zwölfjährige Amelie.

Die Idee der Wunschbrille nahm indes weiter Fahrt auf, als Socha ein junger Künstler über den Weg lief, der in Handarbeit Brillen in Holzoptik fertigte. „So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Spontan bot ich ihm eine Zusammenarbeit an“, so die Optikerin.

Gesagt, getan. Gemeinsam mit ihrem Mann zeichnete sie Entwürfe. Danach fertigte der Künstler in Polen die Brillen an. Im Laufe der Zeit erhöhte sich die Zahl der Gestelle von 20 auf 120. „Mein Angebot, seine Brillen in Deutschland zu vertreiben, nahm der Künstler an“, schildert Isabela Socha. Das Projekt kam voran, so schien es: „Ich stellte auf einer Messe auf einem kleinen Tisch 20 Modelle vor, wobei ich die Herstellungsweise Schritt für Schritt erklärte. Die Optiker waren begeistert, so kamen wir ins Geschäft und beschäftigten zahlreiche Handelsvertreter. Der Verkauf lief wunderbar“, berichtet Socha.

Aber wie Künstler manchmal sind, stieg der Zulieferer plötzlich aus dem Geschäft aus. So stand das Ehepaar Socha plötzlich ohne Ware da. Zum Glück kam es dann im Jahre 2012 auf einer Messe in München zu einer Zusammenarbeit mit einem Brillenhersteller aus Rheinland-Pfalz. Die Sochas bearbeiten nun seine Prototypen nach ihren Vorstellungen – wobei die Änderungen auch von der Herstellerfirma berücksichtigt werden. „Mein Mann macht die handwerklichen Arbeiten und ich bin für Farben und das Design zuständig“, so Isabela Socha. Die Brillen bestehen aus hochwertigem, vor allem ökofreundlichen Acetat. Dabei kommen Baumwolle, Holzpulpe, Pflanzenöl und Bio-Weichmacher zum Einsatz. Es ist biologisch abbaubar und recycelbar.

Übrigens: Die erste Brille, die damals gefertigt wurde, war rot, sodass sich der Kindheitstraum von Isabela noch erfüllte. Auskünfte gibt die Optikerin, die in Westen lebt, unter Telefonnummer 04239/27 9901. kt

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