Heilpraktikerin und Imker bieten seltene Therapieform an

Wohltuende Luft aus dem Bienenstock

Gesundheits- und Geschäftspartner: Karin Becker und Thorsten Bolowski. Fotos: Niemann

Hohenaverbergen – Dass Honig und Propolis heilende Wirkung besitzen, ist weithin bekannt. Dass das bei Asthma, Allergien, Pseudo-Krupphusten, Bronchitis, Kopfschmerzen, COPD und sogar Depression auch für Bienenstockluft gelten kann, wissen bislang aber nur wenige. Gut möglich, dass Thorsten Bolowski aus Hohenaverbergen Betroffenen bei der Genesung helfen kann, indem der leidenschaftliche Hobbyimker in enger Kooperation mit der Luttumer Heilpraktikerin Karin Becker die regional bisher noch sehr seltene Bienenstockluft-Therapie anbietet.

Honig kaufen, direkt vom Imker. Darauf weist ein kleines Metallschild am Haus von Thorsten Bolowski hin. Im großen Garten dahinter können Besucher den fleißigen Bienen unmittelbar beim Arbeiten zuschauen. Es summt und brummt, denn die emsigen Flieger kehren vom Nektar sammeln zurück und verschwinden von außen in den sechs Bienenstöcken, die im Inneren des nach strengen ökologischen Grundsätzen gebauten Blockhauses stehen, wo zukünftig die Bienenstockluft eingeatmet werden kann.

„Bienenstockluft ist gut für die Seele und den Körper“, sagt der erfahrene Imker, der sich schon länger mit dieser besonderen Therapieform beschäftigt und mit der Umsetzung geliebäugelt hat. „Mich faszinieren diese Möglichkeit und die Erfolge für die Gesundheit, die man nachweislich bereits erreicht hat“, sagt er. Karin Becker bekräftigt, dass die Bienenluft die Abwehrkräfte stimuliere und stärke und sich zugleich krampflösend und entzündungshemmend auf das Atmungssystem und die Schleimhäute auswirke. Selbst auf die Psyche und damit auf das allgemeine Wohlbefinden wirke sich die Therapie aus.

Sorge, dass man bei Anwendung der Therapie Bekanntschaft mit dem Bienenstachel machen könne, bestehe nicht. „Man hat keinen Kontakt zu den Bienen“, sagt Bolowski, dessen Lebensgefährtin Meike Jaschewski demonstriert, wie die Luft mit einem besonderen Gerät und einer speziellen Vorrichtung direkt aus dem Bienenstock in eine Inhalationsmaske mit Filter geleitet wird. Das Prinzip beschreibt der Imker als einfach: „Die Bienen machen aus dem, was sie sammeln, natürliche Heilmittel wie Honig, Wachs oder Propolis, denen man ebenso eine antibiotische wie antiseptische Wirkweise nachsagt.“ Inhaltsstoffe würden durch die Wärme in die Luft abgegeben. „Die Temperatur im Stock ist durch den Flügelschlag der Bienen gleichbleibend über 30 Grad und das Verfahren unter den gegebenen Voraussetzungen vom Frühjahr bis in den September hinein nutzbar.“

Thorsten Bolowski erzählt, dass eine Anwendung insgesamt rund 30 Minuten dauert, dass aber nach 15 Minuten der Bienenstock ausgetauscht wird. „Dann lässt die Konzentration der Bienstockluft nach und es wird zu einem frischen gewechselt.“ Der Imker weist noch auf weitere Voraussetzungen für die Wirksamkeit der Therapie hin: „Die Bienenkästen müssen aus unbehandeltem Vollholz und die Wachsmittelwände aus biologischem Wachs sein. Außerdem sollten die Waben jüngeren Datums sein.“

Die Blockhütte, in der er zunächst einen Inhalationsplatz eingerichtet hat, hat er selbst gebaut und bereits der Duft des Holzes wirkt wohltuend. Auf den Honig hat das Verfahren nach Aussage des Imkers übrigens keinerlei Auswirkungen. Überhaupt tangiere das ganze Verfahren die Bienen nicht. „Keine kommt dadurch zu Schaden. Die Luft wird von den Tieren unbemerkt schonend und ohne Lärm angesaugt.“

Abschließend weist Imker Bolowski darauf hin, dass als Vorbereitung einer ersten Anwendung eine umfangreiche Anamnese der Patienten in der Praxis von Heilpraktikerin Karin Becker durchgeführt werden muss. Denn erst wenn Becker ihr Okay gegeben hat, steht einer Behandlung mit der Bienenstockluft nichts mehr im Wege.

Kontakt für Interessierte:

Die Praxis für Osteopathie und Naturheilkunde Karin Becker ist erreichbar unter Telefon 04231/ 676519, Imker Thorsten Bolowski unter 04238/3039018.

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