„Wie mein Baum möchte ich hier Wurzeln schlagen“

St.-Jakobi-Wald wächst und gedeiht

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Michael Bondzie setzt sein Bäumchen in die Erde und hofft, dass es Wurzeln schlägt.

Wittlohe - Größer und größer wird der St.-Jakobi-Wald. Und jeder einzelne Baum darin steht für einen Menschen oder ein besonderes Ereignis.

„Hier werden Bäume für Menschen gepflanzt, die gerade erst vor ein paar Monaten geboren worden sind und die das ganze Leben noch vor sich haben. Aber auch die Erinnerung an liebe Menschen, deren Leben vor Kurzem zu Ende gegangen ist, wollen die Baumpaten wachhalten“, betonte der Pastor der St.-Jakobi-Kirchengemeinde, Wilhelm Timme, bei der Andacht zum nunmehr zehnten Pflanztag.

Manche Bäume werden im St.-Jakobi-Wald gepflanzt, um an besondere Lebensereignisse, wie Ehejubiläen und 90. Geburtstage zu erinnern. Stefan und Mareike Jürgens aus Neddenaverbergen, die Fans der ersten Stunde dieses Projektes sind, pflanzten als Zeichen der Verbundenheit einen Eichenbaum. Eine ganz andere Motivation veranlasste den aus Liberia stammenden Michael Bondzie zur Teilnahme. Er spricht nach vier Monaten in Deutschland die Sprache schon recht gut. Begeistert erklärte er: „Jetzt habe ich einen eigenen Baum in Deutschland.“ Er wünsche sich, wie sein Baum hier Wurzeln zu schlagen.

Bäume stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Insgesamt war dieser zehnte Pflanztag wieder eine Veranstaltung mit Symbolcharakter. Es wurden 46 zarte Bäumchen in die Erde gesetzt. Witterungsbedingt wurde die an die Pflanzaktion anschließende Andacht ins Gemeindehaus verlegt. Zahlreiche Gäste nahmen das Angebot gerne in Anspruch, für sie eine willkommene Gelegenheit, sich hier mit heißen Getränken aufzuwärmen und mit weiteren Baumpaten ins Gespräch zu kommen.

Viele Menschen pflanzten in WIttlohe Bäume, aus ganz unterschiedlichen Anlässen. - Fotos: Röttjer

„Wir pflanzen, weil wir uns für das Leben einsetzen, denn die Bäume stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, betonte Pastor Timme. Mit jedem gepflanzten Baum werde außerdem CO2 gebunden und Sauerstoff produziert. „Wir allein können die Welt zwar nicht retten, aber wir tragen unseren Teil dazu bei, dass sie gerettet wird.“ Er stellte noch fest, dass der Gemeindewald inzwischen genau so bunt sei, wie die Gemeinde selbst.

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