In Wellen um die Neubauten

Lärmschutzwall in Luttum soll sich natürlichen Gegebenheiten anpassen

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Das Wäldchen mit altem Eichenbestand soll unangetastet bleiben.

Luttum - In der geografisch günstig gelegenen Ortschaft Luttum wollen viele Menschen ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen. Nicht weit zur Stadt Verden sind die Bauplätze hier sehr nachgefragt. Daher wurden schon in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Kirchlinteln Pläne für ein Baugebiet entlang der Landesstraße 160 vorgestellt. Wegen der stark befahrenen Straße musste ein Lärmschutzgutachten erstellt werden.

Für die zwei Entwicklungsgebiete westlich des Allerweges und westlich der Bürgermeister-Hogrefe-Straße bis zur Sophienstraße musste zunächst Gewissheit über die Immissions-Ausgangslage an der freien Strecke mit Tempolimit 70 Kilometer pro Stunde geschaffen werden. Klarheit sollte ein schalltechnisches Gutachten bringen, das dem Ausschuss und den zur Sitzung zahlreich erschienenen Einwohnern vorgestellt wurde. „Ohne aktive Lärmschutzmaßnahmen müsste eine Neubebauung von der Landesstraße einen so weiten Abstand einhalten, wie die Wohnbebauung am Kiebitzweg“, heißt es in der Beratungsvorlage der Verwaltung. Daher seien ein Lärmschutzwall, eine Lärmschutzwand oder eine Kombination von beidem notwendig, um eine genügend große Anzahl von Wohngrundstücken in der Bauleitplanung berücksichtigen zu können.

„Der Lärmschutz muss so dicht wie möglich an der Quelle gebaut werden, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen.“, sagte Bauamtsleiter Werner Kunath. Als Grenzwert gelte ein Schalldruckpegel von 58 Dezibel für eine Wohnbauentwicklung. Ohne aktiven Lärmschutz wären nur sehr wenige Grundstücke in den Entwicklungsgebieten möglich. Folglich wären die Erschließungskosten für einen Investor entsprechend hoch pro Wohneinheit, und auch die Quadratmeterpreise würden steigen.

Zwischen Dorfstraße und Allerweg könnte eine privat errichtete Lärmschutzwand an der L 160 verlängert werden.

Allgemeiner Tenor im Ausschuss: Es soll keine Lärmschutzwand mit entsprechendem Tunneleffekt errichtet werden. Diese Wand hätte bis zu drei Meter hoch sein können. Die Verwaltung wies darauf hin, dass die zukünftigen Anlieger sowieso bis zu zwei Meter hohe Palisaden ohne weitere Baugenehmigung errichten könnten.

Die Entscheidungsträger wollten nun vom Gutachter wissen, inwieweit die Grundstücksanzahl auf die Lärmschutzmaßnahme Einfluss habe. Eine erneute Beratung im Verwaltungsausschuss habe laut Bauamtsleiter Kunath ergeben, dass geprüft werden solle, ob ein Lärmschutzwall in Höhe von zwei Metern ausreichend ist. Alles geschehe unter der Prämisse, das Waldstück im östlichen Zipfel zu erhalten. Insbesondere die Eichen sollten geschützt werden und der Wall entsprechend schlangenförmig darum herumgeführt werden. Dadurch erhalte der Lärmschutzwall fast ein natürliches Erscheinungsbild. Im westlichen kleineren Teil am Allerweg könne eine Wand in Verlängerung der schon bestehenden privat errichteten Lärmschutzeinrichtung in gleicher Höhe in Betracht gezogen werden. Dort sei die optische Beeinträchtigung nicht ganz so stark.

lee

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