Bärbel Schlich stellt im Müllerhaus aus / Vom ersten Akt bis zur abstrakten Malerei

„Was für eine Entwicklung“

Bärbel Schlich mit ihrem Bild „Spätsommer“. Foto: Leeske

Brunsbrock – Die Bilder, die in der aktuellen Ausstellung von Bärbel Schlich im Müllerhaus Brunsbrock zu sehen sind, sind eindeutig mal etwas anderes. „Alles hat seine Zeit“ nannte die Achimerin die Präsentation ihrer Werke beim Kulturkreis Lintler Geest. „Die Worte fielen mir einfach ein, als ich meine Bilder betrachtete“, sagte sie.

Schlich hat vor zehn Jahren ihre Passion für die Malerei entdeckt. Die Auswahl ihrer Exponate in Brunsbrock dokumentiert sehr eindrücklich ihre Entwicklung von einem ersten Akt bis zur abstrakten Malerei mit dreidimensionaler Struktur auf der Leinwand mittels Steinmehl, Sand und Papier. Am Anfang malte sie noch mit Öl, mittlerweile konnte sie ihre Techniken durch Seminare bis zu Airbrush und Steinkreide ausweiten. „Was für eine Entwicklung hat sie in zehn Jahren genommen“, bestätigte Michael Rudek vom Kulturkreis, als er die Ausstellung eröffnete. Michael Insinger begleitete die Vernissage mit seiner Gitarrenmusik. Er sang von dem, was alle Künstler seiner Erklärung nach so dringend bräuchten – und stimmte „All you need is love“ von den Beatles an.

Besonders Schlichs Spätwerke mit dem Thema der abstrakten Landschaftmalerei sind absolute Hingucker, weil sie mit ihrer maritimen Stimmung sehr schön die Sehnsucht nach Weite und dem Meer ausdrücken. Nach Auskunft der Künstlerin sind die Bilder ihrer Fantasie entsprungen und nicht von einer Vorlage abgemalt. Die Malereien mit viel Struktur, wie das Bild „Seelenverwandtschaft“, lassen sehr viel Spielraum für Interpretationen zu. Hier arbeitete sie mit Tusche und einer Papierstruktur, die erst nach längerem Hinschauen ihr wahres Gesicht zeigt. Diesen Überraschungseffekt genoss auch Rudek, als er zusammen mit den Besuchern einen Dachs vor seinem Bau ausmachte und alle Betrachter ihre Entdeckungen mit den Anderen teilten.

So ist diese Exposition ein Pflichttermin für alle Kunstinteressierten, zumal der Kulturkreis zu den Öffnungszeiten, immer sonntags, 14.30 bis 17 Uhr, auch Kaffee und Kuchen anbietet. Ausnahme ist nur das Osterwochenende, wo statt Sonntag am Montag geöffnet ist. Die Ausstellung im Müllerhaus ist bis zum 12. Mai zu sehen.  lee

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