Kirchlintler besuchen Partnergemeinde Letovice 

Sie wächst und gedeiht

Treffen mit Linde vor dem Schloss in Letovice (von links): Hermann Meyer, Martina Sedlacková und Lukas Sedlacek. Es fehlt Volker Hoffmann, der die Kamera bediente.

Kirchlinteln/Letovice - Musik verbindet über alle Grenzen hinweg. Das durften einmal mehr die Kirchlintler erfahren, die zu einem Besuch in der tschechischen Partnergemeinde Letovice weilten. Und noch eine gute Nachricht brachte die Gruppe mit nach Hause: „Der Linde, ein Geschenk an die Stadt Letovice, geht es prächtig“, wusste Hermann Meyer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kirchlinteln, zu berichten.

Das Programm in Letovice war voll gepackt mit Terminen. Im Rahmen ihres Besuchs wurde die SPD-Gruppe aus Kirchlinteln von Bürgermeister Vladimir Stejskal eingeladen, an der Feier zum 85. Geburtstag der Musikschule teilzunehmen. In der umgebauten Pferdereithalle im Schloss oberhalb von Letovice spielten etliche Blaskapellen und unterhielten die vielen Besucher mehrere Stunden lang. Neben der Kapelle aus Stari Grad, der Partnergemeinde von Letovice aus Kroatien, nahm auch eine Kapelle aus der ukrainischen Stadt Kaniw teil. Diese liegt rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew am Dnjepr und hat rund 26 000 Einwohner.

Im vergangenen Jahr gewannen die Ukrainer den Musikwettbewerb in der polnischen Stadt Chelmno, die ebenfalls schon seit Jahren eine Partnerschaft mit Letovice pflegt. Erhielten die Kroaten viel Beifall für ihr Potpourri aus Beatles-Hits, waren die Zuhörer von den Darbietungen der ukrainischen Musiker und besonders der Tänzer begeistert. Den musikalischen Reigen schloss die heimische Kapelle aus Letovice. Musik sei eben in diesen Regionen Europas ein zusammenführendes Element, das für ein freundschaftliches Miteinander sorge, hieß es. Auch die Kirchlintler waren begeistert und freuten sich über die tolle Stimmung.

Neugierig waren die Reisenden, wie es der Linde wohl ergangen ist. Zum 80. Geburtstag der Verleihung der Stadtrechte hatte Kirchlinteln der Partnergemeinde diesen Baum geschenkt. Bürgermeister Wolfgang Rodewald kann beruhigt sein, die Linde im Schlosspark wächst und gedeiht prächtig, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Museum für Volksbaukunst Horni Smrzov steht jetzt auch ein Objekt aus der Gemeinde Kirchlinteln: Hermann Meyer schenkte Museumsleiter Petr Polácek eine Miele-Buttermaschine aus der Zeit der vorherigen Jahrhundertwende, mit der seine Eltern und Großeltern noch handgemachte Butter hergestellt hatten.

Große Baumaßnahmen beschäftigen momentan die Verwaltung von Letovice. Die notwendige Renovierung des Rathauses geht allmählich dem Ende entgegen. Momentan wird die Außenfassade hinter rotem Sichtschutz aufgehübscht, in Kürze wird der normale Geschäftsbetrieb im Rathaus ohne Beeinträchtigungen für die Bevölkerung weitergehen. Rund 15 Millionen Kronen (600.000 Euro) kostet die Renovierung der Kaiserstraße aus der Stadtmitte zum Schloss. „Die Straße stammt aus der Zeit von Kaiserin Maria Theresia“, wusste Jiri Palbuchta, stellvertretender Bürgermeister von Letovice. Von seiner Wohnung aus hat er die Baumaßnahmen stets im Blick. Die Häuser an der Straße waren nicht an die Kanalisation angeschlossen, und der ständig steigende Wasserverbrauch und damit auch mehr Abwasser hatten dazu geführt, dass die Stützmauer einzustürzen drohte. Auch diese große Baumaßnahme wird bald abgeschlossen sein. Aber ein weiteres großes Projekt steht schon vor der Tür: Das Klärwerk ist marode, ein neues muss her.

Noch eine Nachricht brachten die Kirchlinteler mit: Den Wunsch aus Kaniw, eine Partnerschaft mit Letovice ins Leben zu rufen, lehnte Jiri Palbuchta, der stellvertretende Bürgermeister von Letovice, ab: „Die Entfernung von fast 1400 Kilometern ist einfach zu weit“, sagte er.

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