Sicherheit auf dem Schulweg: Busfahrer trainieren Kinder in Bendingbostel

„Wachsam und gelassen“

Bendingbostel - Statt Lesen, Schreiben oder Rechnen stand für etliche Schüler der Lintler-Geest-Schule in Bendingbostel in dieser Woche für jeweils eine Stunde ein Sicherheitstraining auf dem Stundenplan. Den Erst- bis Viertklässlern wurde mit praktischen Übungen vermittelt, wie Unfälle durch das richtige Verhalten bei Fahrten mit dem Schulbus vermieden werden können.

„Viele Kinder nutzen die Busse für den Schulweg. Deshalb liegt der Firma Allerbus, bei der wir beide beschäftigt sind, aber auch uns Busfahrern die Sicherheit sehr am Herzen“, betonen Uwe Plaßmeyer und Ulrich Reinhold. Seit einigen Jahren weisen sie regelmäßig die Schüler auf das richtige Verhalten hin und machen auf Gefahrenpunkte aufmerksam.

„Gewisse Regeln müssen eingehalten werden, gerade im Bereich der Bushaltestellen“, erläutert Reinhold und appelliert an die Schüler, das auch zu beachten: „Denn gerade beim Warten und Einsteigen gilt es für euch, gut aufzupassen, sonst kommt es ganz schnell zu schlimmen Unfällen.“ Drängeln sei dabei strikt verboten. „Wartet geduldig und steigt ohne Hektik nacheinander in den Bus ein, wenn er vor euch zum Stehen kommt“.

Dann heiße es, durchzugehen auf den Platz und dort sitzen zu bleiben, machte Reinhold deutlich: „Spielt nicht den wilden Mann, sondern setzt euch vernünftig hin.“ Dazu gehöre es aber auch, nicht entgegen der Fahrtrichtung zu sitzen. Auch die Lautstärke der Unterhaltung im Bus müsse gedrosselt werden. Und er empfahl den Kindern außerdem noch, auch im Bus auf den Verkehr zu achten, um sich besser auf ein plötzliches Bremsen einstellen zu können. Das gelte umso mehr für die Schüler mit einem Stehplatz.

„Eine große Gefahr stellt schließlich der tote Winkel der Busse dar, denn in diesem Bereich übersieht der Fahrer schnell mal die dort stehenden Menschen“, sagte der Busfahrer. Das wurde bei einer Kurvenfahrt des Busses demonstriert, bei der einige zuvor im toten Winkel aufgestellte Hütchen, die Passanten darstellen sollten, umgefahren wurden. „Sucht den Blickkontakt zum Fahrer und haltet den Kontakt, denn wenn ihr ihm in die Augen sehen könnt, dann kann er euch auch sehen“, lautete sein Tipp.

Ein Höhepunkt waren die Bremsmanöver, mit denen demonstriert wurde, wie lang ein Bremsweg ist und welche Folgen das haben kann. Bei einer ersten, eher sanften Bremsung blieben die Schüler im Bus sitzen. Für sie war es in dem Moment eher unterhaltsam, aber in der Realität ist es bitterer Ernst.

„Bei der Demonstration einer Vollbremsung dürft ihr nicht im Bus sitzenbleiben“, kündigte Reinhold an. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h fuhr Plaßmeyer zur Haltestelle und eine von Reinhold auf die Fahrbahn geworfene Plastiktonne führte zur Vollbremsung. Dabei sahen die Schüler mit eigenen Augen, mit welch langem Bremsweg der tonnenschwere Bus zum Halten kam. „Mit dieser Unterrichtsstunde sollen die Kinder dazu ermutigt werden, wachsam im Straßenverkehr zu sein, aber auch gelassen die Situationen zu meistern“, so Reinhold abschließend. - rö

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