Volle Hütte in Armsen

Auch wenn es manchmal so ausah, wirkliche Handgreiflichkeiten gab es nicht.

Wenn in Armsen Theater gespielt wird, dann ist die Hütte voll. Im Dorfgemeinschaftshaus stand das Stück „„Mien Mann, de föhrt to See“ auf dem Programm. Das Publikum war begeistert. Wer noch nicht dabei war, sollte das nachholen. Weitere Termine stehen im Kalender und es gibt noch Karten.

VON HARALD RÖTTJER

Armsen – „Mit dieser neuesten Inszenierung hat sich die Theatergruppe mal wieder selbst übertroffen“, zeigte sich der Armsener Ortsvorsteher Hermann Ramme nach der Premiere der Komödie „Mien Mann, de föhrt to See“ begeistert. Und dass er mit dieser Einschätzung nicht alleine dastand, zeigte der während der Vorstellung oft aufbrandende Szenenapplaus sowie der finale und lang anhaltende Beifall des vollends begeisterten Publikums.

Ensemble glänzt mit Spielwitz

Vor ausverkauftem Haus glänzte das bis unter die Haarspitzen motivierte Ensemble mit seinem Spielwitz, der durch die vielen Lacher der Gäste noch gesteigert wurde. Dabei waren vor allem die tumultartigen Szenen im dritten Akt der Brüller und trieben dem Publikum die Lachtränen in die Augen.

Bereits seit Mai hatten sich die Laienschauspieler auf diese Vorstellung, ausgearbeitet von Wilfried Wroost, vorbereitet, wobei Silke Heemsoth-Rohlfing in diesem Jahr in einer Paraderolle das erste Mal als Darstellerin auf der Bühne steht. Seit einigen Jahren führt sie Regie und bei den Aufführungen war sie auch die Souffleuse.

In den Hauptrollen als Ehepaar Brammer glänzten Melanie Hooge und Volker Rohlfing. Das Bühnenpaar führt eine Hamburger Hafenkneipe und wird von einem Dienstmädchen (Julia Rischbode) unterstützt. Als der ehemalige Schiffskoch plötzlich seine Haft wegen Zigarettenschmuggels antreten muss, ist guter Rat teuer. Das Ehepaar will es nämlich unbedingt verhindern, dass irgendjemand von dieser Schmach erfährt und kommt auf die Idee: „Der Mann fährt wieder zur See“. Die Verwandten und Stammgäste bleiben verständlicherweise erfolglos mit dem Versuch, dieses „Anheuern“ zu verhindern.

Die Irrungen und Verwirrungen prägen auch die Geburtstagsfeier der Ehefrau, auf der die Geschwister des vermeintlich vermissten Brammer mit ihren Ehepartnern (Astrid Boht und Sven Flindt sowie Silke Heemsoth- Rohlfing und Rolf Früchtenicht) auftauchen. Sie zeigen sich immer besorgter darüber, dass ihr Bruder und Schwager wieder zur See fährt. Aber nur Tage später stellt sich deren Sorge mehr und mehr als Heuchelei heraus, denn während Brammer in „Santa Fu“ einsitzt, passiert auf hoher See etwas Schreckliches: Die traurige Nachricht vom Untergang des Dampfers, auf dem Brammer angeheuert haben will, macht die Runde.

Jetzt beginnt der unerbittliche Streit um die Erbschaft, wobei deutlich wird, dass sich die Erbengemeinschaft untereinander nicht grün ist und sich jeder mächtig ins Zeug legt, um den größten Anteil des Erbes zu erstreiten. Die Sorge um die Ehefrau treibt währenddessen zwei Stammgäste um, hier zeigen Erik Wieters und Jörg Meyer ihr Können. Sie hoffen unabhängig voneinander darauf, mit der „Witwe“ anbändeln zu können.

Schließlich hat der in der Kneipe angestellte Kellner (Marian Rohlfing) ganz andere Ambitionen, denn das Dienstmädchen hat es ihm angetan. Das Chaos ist perfekt, als urplötzlich ein nicht ganz unbekannter Mann in der Tür steht – mehr wird nicht verraten.

Der abschließende Applaus des Publikums galt auch den vielen Helfern hinter der Bühne, unter anderem Bernd Hartendorf als „Toflüsterer“ sowie Sandra Ehlers und Reina Dehnbostel als „Schminkdeerns“.

Die Eintrittskarten für die Vorstellung kosten acht Euro. Tickets können bei Silke Heemsoth-Rohlfing, Telefon 04238/943653 oder E-Mail silke.heemsoth.rohlfing@gmail.com, vorbestellt werden.

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