Vierbeinige Landschaftspfleger

Tierische Helfer in der Hügelgräber-Heide bei Kirchlinteln

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Sabine Klatt und Michael Müller im Gespräch. Border Collie Hektor dreht sich gelangweilt ab.

Kirchlinteln – 200 Graue Gehörnte Heidschnucken sind seit Montag in der zum Forstamt Rotenburg gehörenden Hügelgräber-Heide bei Kirchlinteln für den Naturschutz im Einsatz. Das Forstamt Rotenburg, die Naturschutzbehörde des Landkreises Verden und der Schäfer Jörk Hehmsoth aus Nindorf sorgen hier für den Erhalt der seit 1935 unter Schutz stehenden Heidefläche, so die Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten.

Die bei Jörk Hehmsoth angestellte Schäferin Sabine Klatt hütet die vierbeinigen Landschaftspfleger für rund eine Woche auf der etwa acht Hektar großen Heidefläche. Unterstützt wird sie von ihrem Border Collie Hektor.

Die genügsamen Schnucken stehen ganz im Dienste des Naturschutzes, damit sich die kleine Heidefläche nicht wieder zum Wald entwickelt. Die Beweidung hat im Vergleich zur maschinellen Heidepflege einen großen Vorteil, die Hügelgräber als Bodendenkmäler werden bestens geschont.

Heidschnucken beweiden ein Bodendenkmal in der Hügelgräber-Heide.

„Hier ist der Erhalt der offenen Landschaft das Ziel. Der Wald würde sich innerhalb kürzester Zeit diese Flächen zurückerobern. Die Schnucken halten die Heide kurz, sie fressen aber auch Jungkiefern und andere Baumschösslinge. Besonders freut es mich, dass die Schnucken auch die spätblühende Traubenkirsche gerne fressen. Diese invasive Baumart gehört nicht in unsere Landschaft, breitet sich aber rasch aus“, so Michael Müller, Leiter der zum Forstamt Rotenburg gehörenden Revierförsterei Diensthop. Die Beweidung könne andere Pflegemaßnahmen nicht ganz ersetzen. „Zwischendurch sind wir mit eigenen Leuten auf der Fläche, um Kiefern- und Birkenaufwuchs zu beseitigen. Diese Arbeit bezeichnen wir als Entkusseln“, erklärt Müller weiter.

Zur Sicherheit für die Schafherde sollte die Leinenpflicht für Hunde unbedingt beachtet werden. Während der Nacht ist die Herde in einem Pferch, gesichert mit einem elektrischen Wolfsschutzzaun, untergebracht.

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