Wachschutz sichert nachts das Gebäude

Fliegende Fliesen und ein lauter Knall - der Penny-Markt nach dem Unfall

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Komplett zerlegt wurde dieser Stromkasten.

Nach dem spektakulären Unfall am Sonnabend, bei dem ein Fahrzeug in den Kirchlintler Penny-Markt geschleudert worden war, konnte der Discounter Montag in gewohnter Form wieder öffnen. Über das Wochenende hatten die Geschäftsräume aufgrund der Beschädigungen durch einen Wachschutz gesichert werden müssen.

Kirchlinteln - Die mutmaßliche Unfallverursacherin wurde nach Polizeiangaben schwer verletzt. Gegen 20.15 Uhr soll die 52-Jährige mit einem Hyundai Getz auf den Seat ihres 53 Jahre alten Lebensgefährten aufgefahren sein, nachdem dieser plötzlich gebremst habe. Beide befuhren die Hauptstraße in Richtung Verden. Wo genau es zum Zusammenstoß gekommen war, ist nicht bekannt. Auf Höhe der Zufahrt zum Markt war die Fahrbahn nach dem Unfall übersät mit Glasscherben.

Kirchlinteln: Auto kracht in Scheibe von Penny-Markt

Die Fahrt der Frau endete in der mittleren Frontscheibe des Marktes. Drinnen herrschte noch Betrieb, mehrere Kunden standen an der mittleren Kasse, als die Frau ins Fenster krachte. Fliesen flogen von den Stützpfeilern zwischen den Fensterelementen und Einkaufswagen drückten sich in die Kassenanlage neben dem Fenster. „Verletzt wurde niemand. Statisch wird noch alles geprüft“, sagte Verkaufsleiter Frank Dahlke, der Montag vor Ort war.

Ein Loch klafft in der untersten Scheibe. „Nachts war niemand zu bekommen, der das verschließt“, so Dahlke. Kurzerhand musste ein Wachdienst bestellt werden, um das Geschäft zu sichern. Montag waren Handwerker vor Ort und sollten bis zum Feierabend das beschädigte Fenster mit Holz einbruchsicher verschließen.

Markierungen auf der Fahrbahn zur Rekonstruktion des Unfallhergangs.

Erst auf der Einfahrt des übernächsten Grundstücks war der Wagen des Mannes zum Stehen gekommen. Bis dahin hatte er ein Bushaltestellenschild umgefahren, einen Stromkasten zerlegt, eine Mauer zerstört und eine Straßenlaterne abgeknickt. Im Gegensatz zu der verunfallten Frau soll er durchgängig ansprechbar gewesen sein. Das berichteten Anwohner, die selbst beziehungsweise deren Angehörige nach einem lauten Knall als Ersthelfer herbeigeeilt waren.

Kirchlinteln: Häuser ohne Strom nach Unfall

Der Markt und angrenzende Häuser waren infolge des Unfalls ohne Strom. Manche wurden später im Zuge der am Stromkasten erforderlichen Arbeiten abgeklemmt. Zumindest beim Markt kam es dadurch zu keinen Schäden an Waren. „Durch die Verglasung der Türen hält sich die Kälte“, erklärte der Verkaufsleiter.

Wie die Polizei mitteilte, soll die Frau auf den Wagen ihres Lebensgefährten aufgefahren sein, weil dieser plötzlich gebremst hatte. Bei Beiden hätten „Anzeichen einer Alkoholbeeinflussung“ bestanden. Zu den Ergebnissen der Blutuntersuchungen und dem Gesundheitszustand der Frau gibt es laut Polizeisprecherin Imke Burhop noch keine neuen Infos.

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