Projekt des Aller-Mobils: Lintler-Geest-Schüler erkunden den Gohbach

Unterricht am Flussufer

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Anke Willharms zeigt den Lintler-Geest-Schülern, wie ein perfekter Fluss aussehen würde.

Bendingbostel - „So. Jetzt ist es perfekt“, sagt Corvin. Der Bach windet sich in vielen Kurven, am Ufer wachsen Schatten spendende Bäume, im Flussbett liegen Kiesel und ab und zu einige Äste. „Da können sich die Tiere gut verstecken“, sagt Corvin. Fehlt nur noch das Wasser. Dafür sorgt eine große Gießkanne. Begeistert jauchzen die Lintler-Geest-Schüler, als sich der von ihnen angelegte Mini-Fluss mit Wasser füllt.

Wer bin ich? „Eine Schnecke“, lautet nach ein paar Minuten die Antwort. Mit diesem Spiel lernten die Kinder einiges über die Tierwelt in und an Gewässern.

Dieser „Bach-Bau“ war nur ein Teil des Projektes zum Thema „naturnahe Gewässer“, an dem die dritten Klassen der Lintler-Geest-Schule in dieser Woche teilgenommen haben. Organisiert wurde es von Anke Willharms von der Aktion Fischotterschutz mit ihrem Aller-Mobil. Das Projekt für Schüler ist eine Kombination von Naturerlebnis, Naturkunde und Spiel.

Den Kids hat der Tag am Gohbach sichtlich Spaß gemacht. Zunächst lernten sie, welche Tiere an und in dem Fluss leben. Und zwar ganz spielerisch bei „Wer bin ich?“. Ein Schüler bekam ein Foto auf den Rücken geklebt und musste mit Hilfe seiner Freunde herausfinden, welches Tier darauf abgebildet war.

Danach galt es, in einer großen Holzwanne den „perfekten Fluss“ zu gestalten. Die Kinder gruben ein gewundenes Flussbett in den Sand, während Anke Willharms ihnen erklärte, wie ein naturnahes Gewässer aussieht. Mit kleinen Zweigen sorgten die Schüler für ein „bewaldetes“ Ufer und verteilten kleine Kiesel und Holzstücke, bevor das Wasser eingelassen wurde. „Das hat Spaß gemacht“, zogen die Kinder hinterher ein positives Fazit.

Doch der aufregende Tag war noch nicht vorbei: Anke Willharms sorgte dafür, dass alle Kinder mit Gummistiefeln ausgestattet wurden und dann ging es endlich hinein in den Gohbach. Die Kinder mit ihren Keschern waren ganz begeistert von dieser abwechslungsreichen Schulstunde und zeigten sich interessiert an den Kleinstlebewesen, wie zum Beispiel Eintagsfliegenlarven, die bei der Aktion gefunden wurden. Natürlich wurden diese am Ende wieder in die Freiheit entlassen.

Durch diese Umweltbildungsmaßnahme über die heimische Flora und Fauna am und im Gewässer soll Kindern und Jugendlichen das Thema „Biologische Vielfalt“ nähergebracht werden. „Wir bieten das Projekt altersgerecht an, auch für höhere Klassen“, erklärt Willharms. Die Lehrer waren begeistert von dem Angebot des Aller-Mobils. Anne Hinzmann: „Es passt sehr gut in unser Konzept. Wir sind ja eine Umweltschule und gehen viel raus mit den Kindern, nicht zuletzt ja auch in unseren Schulgarten.“ Ihre Kollegin Bianca Adler-Meyer: „Der Gohbach liegt ja direkt vor unserer Tür, da ist es schön, dass sich die Kinder mit diesem Thema befassen.“

Die Lintler Geest-Schüler waren jedenfalls nachhaltig beeindruckt – und auch etwas traurig, weil sie feststellten, dass „ihr“ Gohbach längst nicht so naturnah ist, wie er es eigentlich sein sollte. Denn wegen der Befestigungsmaßnahmen ist er kein so vielfältiger Lebensraum mehr, wie er es früher wohl einmal war. „Da sieht man mal, was der Mensch anrichtet“, sagte Corvin. Sein Mitschüler Kilian ergänzt: „Dabei sollte der Mensch die Natur doch eigentlich schützen.“

rei

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