Tour führt von Wohn-Wünschen bis zum Waldelefanten

Sehlingen und Neddenaverbergen beeindrucken bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Schöne alte Bausubstanz gab es für die Kommission in Neddenaverbergen zu sehen.

Kirchlinteln - Gleich zwei Ortschaften der Gemeinde Kirchlinteln sind beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten: Sehlingen und Neddenaverbergen sind zwei von insgesamt sieben Orten aus dem Kreisgebiet, die sich für den Wettbewerb auf Landesebene und später den Bundeswettbewerb qualifizieren möchten. Für die Dörfer geht es darum, Projekte vorzustellen, die für sie eine Chance für ein lebendiges Dorf bedeuten, in dem jeder gerne leben würde.

Am Sonnabend hatten die beiden Ortschaften die 20-köpfige Bewertungskommission des Landkreises zu Gast. In genau 90 Minuten ließ sich die Kommission über die von den Machern im Ort ausgewählten Projekte informieren, die für „die Zukunft ihres Dorfes“ sprechen würden.

Mit zwei von Treckern gezogenen Planwagen machte sich die Kommission in Sehlingen auf den Weg zu verschiedenen Objekten. Ortsvorsteher Wolfgang Ritz lieferte gemeinsam mit interessierten Bürgern die erforderlichen Infos.

Vorgestellt wurde das Dörpshus, das mit großem Einsatz vor allem seitens der Feuerwehr und des Schützenvereins realisiert wurde. Erläutert wurde auch die Bunkeranlage, die im Rahmen der Konversion umgebaut wurde und die von einer Bunkergemeinschaft als Unterstand, beispielsweise für den Maschinenpark, genutzt wird. Die Dorferneuerung war ebenfalls ein Thema, ebenso die landkreisübergreifende Zusammenarbeit mit dem Ort Süderwalsede (LK Rotenburg). Erwähnt wurde auch das große Engagement des Teams der Kinderkleiderbörse, das mit dem Reinerlös die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort unterstützt.

„Sehlingen für immer“

Ihren Wunsch nach Ausweisung von Bauland äußerte die Dorfjugend auf originelle Weise: An markanten Stellen machten die jungen Leute mit Porträts darauf aufmerksam, dass sie gerne in ihrem Heimatdorf bleiben und ein Haus bauen wollen: „Sehlingen für immer“ hieß es dort oder „Ich möchte bleiben“. Deutlich gemacht wurde auch der Wunsch nach einem Radweg. Dafür hatten die Bürger mehr als 100 Fahrräder in den Ortsteilen Groß und Klein Sehlingen aufgestellt.

In Neddenaverbergen stellten Ortsvorsteher Uwe Panten und einige Bürger verschiedene Maßnahmen für ein lebendiges Dorf unter dem Motto „Zukunft in Taten, nicht nur in Ideen“ vor. Das aktuellste Projekt sei die Einflussnahme auf die Gestaltung der Dorfstraße in Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Kurz erläuterte Panten das Projekt „Scheepers Vader“, eine Bronzefigur, die am „Buurnbrink“ ihren Platz finden soll.

Während der Bereisung informierten Bürger darüber, wie sie ältere Häuser oder Scheunen unter Berücksichtigung der Bausubstanz zu zeitgemäßem Wohnraum umgebaut hatten. Besichtigt wurde ein Haus, das seinen Ursprung in Sehlingen hat, dort Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen und in Nedden wieder aufgebaut wurde. Nach Jahren des Dornröschenschlafs ist es heute wieder bewohnt. Vorgestellt wurde der zentrale Dorfplatz mit Backhaus, Jugendraum und Kindergarten. Ein Clou war schließlich ein Blick in die Vergangenheit: Der Waldelefant und zwei Jäger, Einwohner in der Kostümierung aus der Zeit von vor über 120. 000 Jahren, verabschiedeten die Kommission. 

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