Erfolgreiche Jungfernfahrt mit dem neuen Fahrzeug / Mehr Platz zum Rangieren für Rollstühle

Und der nächste ist vielleicht schon ein Elektro-Bürgerbus

Ein Mann sitz am Steuer eines Fahrzeugs.
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Die IVU-Ticket-Box, das Herzstück des neuen Busses, ist eine große Vereinfachung für die Fahrer. Rüdiger Klinge führt die neue Technik vor.

Kirchlinteln – 434  936 Kilometer und eine Laufzeit von sechs Jahren und zwölf Tagen hat der alte Kirchlintler Bürgerbus auf dem Buckel. Damit gehörte er zu den Fahrzeugen, die ersetzt werden mussten. Seine letzte Fahrt war vergangenen Freitag. Seit gestern fährt „der Neue“.

  • Mit einem Jahr Verzögerung hat der neue Bürgerbus in Kirchlinteln seinen Dienst angetreten.
  • Die Jungfernfahrt war am Montag.
  • Das Fahrzeug ist mit hochwertiger technik ausgestattet.

In den „Bestimmungen über die Gewährung von Zuwendungen für die Beschaffung von neuen Bürgerbusfahrzeugen in Niedersachsen“ ist genau festgehalten, wann ein neuer Bürgerbus beantragt werden kann: „Als Ersatzbeschaffung für Bürgerbusfahrzeuge, die zum Zeitpunkt der Ersatzbeschaffung ein Alter von mindestens sieben Jahren oder ein Alter von mindestens fünf Jahren erreichen und eine Laufleistung von über 250 000 Kilometern aufweisen. Dabei muss das zu ersetzende Fahrzeug in den vergangenen vier Jahren auf den Antragsteller zugelassen sein.“

Das alles traf bereits auf den Kirchlintler Bürgerbus im Jahr 2019 zu, als Rüdiger Klinge, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, die Neuanschaffung bei der Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover beantragte. Damals gingen alle davon aus, dass der Bus Anfang 2020 seine erste Tour durch den nördlichen Teil der Gemeinde fahren würde. Durch die Corona-Pandemie verschob sich jedoch alles um ein komplettes Jahr. Und so fand die sogenannte Jungfernfahrt am gestrigen Montag statt. In der vergangenen Woche konnte im kleinen Kreis von Bürgerbuslern mit Bürgermeister Wolfgang Rodewald und Henning Rohde, Geschäftsführer vom Konzessionsträger Aller-Bus, der neue Bürgerbus dem Verein übergeben werden.

Neu an dem sechs Meter langen Niederflur-Fahrzeug ist unter anderem der Einbau eines drehbaren Klappsitzes, wodurch sich eine Rollstuhl-Rangierfläche von rund zwei Metern ergibt. „Das Herzstück ist allerdings die IVU-Ticket-Box, mit der Fahrscheine ausgedruckt und weitere Funktionen gesteuert werden“, freut sich Rüdiger Klinge. Zu den automatisch gesteuerten Funktionen zählen beispielsweise die Linieneingabe und die äußere Linienanzeige. Der integrierte Bordrechner ist die digitale Schaltzentrale im Bus. Klinge: „Die Box ist eine große Vereinfachung für die Fahrer.“

Wer hätte 2015 bei der Indienststellung des zweiten Busses gedacht, dass die ehrenamtlichen Bürgerbusfahrer in dem jetzt zurückliegenden Zeitraum von sechs Jahren – das sind rund 1 530 Fahrtage und gut 13  770 Stunden – circa 46 000 Fahrgäste befördern würden? Und das unfallfrei und zur großen Zufriedenheit der Nutzer.

Gestern Morgen nun fuhr Rüdiger Klinge den dritten Kirchlintler Bürgerbus zum ersten Mal auf dessen Tour durch den nördlichen Teil der Gemeinde. Wenn alles so verläuft wie in den vergangenen elfeinhalb Jahren, seit der ersten Fahrt im Oktober 2009, wird im Jahr 2026 der vierte Bürgerbus übernehmen. Henning Rohde: „Vielleicht wird es dann ein Elektrobus sein.“

Von Hermann Meyer

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