CDU besichtigt Projekte in zwei Orten

Umnutzung alter Hofanlagen

Brunsbrock - Im Vorfeld der jüngsten Vorstandssitzung im Müllerhaus trafen sich die Aktiven vom CDU-Gemeindeverband Kirchlinteln an der St.-Matthäus-Kirche in Brunsbrock, um sich von Harald Nordhausen anhand zweier Beispiele die Umnutzung von alten Hofanlagen zu Familienhäusern erläutern zu lassen. Nordhausen hat in den vergangenen 25 Jahren viele solcher Projekte als Architekt im Rahmen der Dorferneuerung begleitet und mit Anträgen an die Baubehörden viel Überzeugungskraft benötigt.

In Brunsbrock ist neben der Kirche und gegenüber dem Gemeindehaus so ein Vorzeigeprojekt entstanden: Die alte Scheune ist noch gut zu erkennen und durch die Umnutzung ist eine attraktive Wohnmöglichkeit für eine große Familie mit Kindern im Ortskern entstanden.

Zu Beginn der Planungsphase war die Baugenehmigung in weite Ferne gerückt, weil in unmittelbarer Nähe die Emissionen eines Schweinemaststalls das Projekt verhinderten. Durch Gespräche und einen Termin mit der Baubehörde vor Ort konnte der Umbau zum Familienhaus unter Berücksichtigung des dorftypischen Charakters realisiert werden.

Ein weiteres Projekt besichtigten die CDU-Mitglieder in Sehlingen bei der Familie Grosswendt/Sündermann. Dieser Hof liegt außerhalb des Kernortes, kurz vor der Rotenburger Kreisgrenze. Eine alte Scheune stand hier kurz vor dem Verfall. Auch hier gelang es, die Baubehörden zu überzeugen und eine Umnutzung der alten Anlage hin zur Wohnbebauung zu ermöglichen. Entstanden ist ein Wohnhaus mit Terrasse und großem Garten. Auf dem „alten Hof“ leben vier Generationen, die sich in allen Lebensbereichen gegenseitig unterstützen können.

Auch solche Argumente sind für Harald Nordhausen wichtig: „Wenn junge Familien in das Dorf zurückkehren möchten, in dem sie als Kinder aufgewachsen sind, dann sollten auch baurechtlich unbedingt alle Möglichkeiten geprüft werden.“

Besuch in Brunsbrock und Sehlingen

Das unterstützt die CDU: „Die Schaffung von neuem Wohnraum im Ortskern oder auf bestehenden Hofanlagen wird in den nächsten Jahren für die Dörfer in der Gemeinde Kirchlinteln immer wichtiger“, betonte Vorsitzender Arne Jacobs. „Eine Zersiedelung durch Neubaugebiete an den Ortsrändern und ein damit verbundener Zerfall der Kernorte kann nicht unser Ziel sein. Deshalb sollten kreative Möglichkeiten zur Umnutzung alter Gebäude oder Höfe auch im Interesse der Zukunft unserer Dörfer von den Baubehörden geprüft werden“, findet Steffen Lühning.

Die CDU will das Thema Wohnraumschaffung weiter vorantreiben, damit sich die Gemeinde langfristig positiv entwickeln kann und hoffentlich wieder die 10 000- Einwohner-Marke knackt.

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