Nabu-Gruppe feiert 30-jähriges Bestehen / Bürgermeister spendiert den Jüngsten Warnwesten

Mit Überzeugung für die Natur

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Nabu-Mitglieder mit einigen Gratulanten (v. l.): Heinrich Lühmann, Wolfgang Rodewald, Marlies Meyer, Janis Cordes, Gustav Schindler, Bettina Bielefeld und Bernd Witthuhn.

Brunsbrock - „Naturschutz vor Ort, vor unserer Haustür, in unserer Gemeinde, das war, ist und bleibt Wahlspruch und Ziel unserer Arbeit.“ Das betonte der Sprecher des Nabu Kirchlinteln, Gustav Schindler, beim Empfang zum 30. Geburtstag dieser Gruppe im Brunsbrocker Müllerhaus.

Dazu begrüßten er und seine Stellvertreterin Bettina Bielefeld neben Bürgermeister Wolfgang Rodewald sowie dem Vorsitzenden der Kreisgruppe, Bernd Witthuhn, Vertreter weiterer Ortsgruppe und Mitglieder.

Zusammenarbeit mit der Lindhoop-Schule und emkom

Acht Frauen und Männer gründeten 1987 die Nabu-Gruppe, die für kurze Zeit Hartmut Beimes als Sprecher leitete, danach übernahm für 27 Jahre Heinrich Lühmann dieses Amt, dem Gustav Schindler 2015 folgte. Vor allem dem Amphibienschutz widmete sich die Gruppe in der ersten Zeit.

Auf vielfältige Weise setzt sich der Nabu Kirchlinteln heute für die Natur ein. Dazu zählen praktische Maßnahmen wie beispielsweise die Landschaftspflege. Aber auch Vorträge und Exkursionen, die für alle Interessierten offen sind, bietet die Gruppe an. Dabei gehe es darum, die heimische Natur besser kennenzulernen. Auch kümmert sich der Nabu Kirchlinteln um den Eulenschutz mit dem Hauptaugenmerk auf Schleiereulen, zum Beispiel durch das Anbringen von Nistkästen. Sensibilisiert für den Naturschutz werden unter anderem auch die Schüler der Lindhoop-Schule sowie die Auszubildenden der Firma emkom, mit denen die Naturschützer seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

Warnwesten für die jüngsten Naturschützer

Die Feuchtbiotope Naturschutzgebiet Verdener Moor und Sehlinger Heide (Gustav-Welge-Teiche) sind das Hauptarbeitsgebiet für die Gruppe. Um insbesondere selten gewordenen Amphibienarten ihren Lebensraum zu erhalten, werden in regelmäßigen Arbeitseinsätzen Birken und Kiefern entfernt, die durch das teilweise Austrocknen von Moorflächen immer wieder auflaufen. Ebenso engagiert sich die Gruppe in den Naturschutzgebieten Hügelgräberheide und Wacholderheide mit vielen Arbeitseinsätzen auf den Flächen, konnten die Besucher des Jubiläumsempfangs erfahren.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Wolfgang Rodewald das tatkräftige Engagement des Nabu und lobte insbesondere die Jugendarbeit. Als Geschenk überreichte er 20 Warnwesten in kleinen Größen für die jüngsten Naturschützer. Das jüngste aktive Mitglied, der elfjährige Janis Cordes, präsentierte sie. Der Vorsitzende der Kreisgruppe, Bernd Witthuhn, lobte ebenfalls das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der Gruppe, er überreichte Shirts mit Nabu-Aufdruck.

SPD stellt Hilfe bei Renaturierungsmaßnahmen in Aussicht

Seitens des Kulturkreises Lintler Geest dankte Marlies Meyer, dass der Nabu seit Eröffnung des Müllerhauses als Veranstaltungsort das Programm mit interessanten Vorträgen bereichere.

Ein außergewöhnliches Geschenk, nämlich die Muskelkraft, stellte die SPD Kirchlinteln in Aussicht. Ortsvereinsvorsitzender Hermann Meyer versprach, dass Mitglieder bei einer Renaturierungsmaßnahme im Verdener Moor mitwirken werden. Nach einer Kaffeetafel brachen noch zahlreiche Gäste zu einer Exkursion zu den Welge-Teichen auf.

Abschließend teilte Schindler noch mit, dass sich die Nabu-Gruppe Kirchlinteln über weitere aktive Mitglieder freuen würde. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat, 19.30 Uhr, im Müllerhaus. Dabei würden Arbeitseinsätze sowie Aktionen geplant und gemeinsame Positionen zu öffentlichen Planungen abgesprochen. Hier betonte Schindler, dass der Nabu fair und argumentativ für den Naturschutz werbe. „Wir wollen überzeugen, nicht überreden und mit allen gesellschaftlichen Gruppen im Gespräch bleiben“.

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