Kirchlintler Hermann und Wilhelm Gerken starten 

Trecker-Treck-Nindorf: Mit Vollgas über den Acker

Die Treckerpiloten Wilhelm und Hermann Gerken feilen an den letzten Details. - Foto: Leeske

Kirchlinteln - Die beiden Kirchlintler wollen es wissen und gehen mit ihren Landmaschinen aufs Ganze. Vater und Sohn, Wilhelm und Hermann Gerken, starten Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, beim Trecker-Treck in Nindorf, Gemeinde Visselhövede. Als fahrbarer Untersatz dienen zwei Fendt-Traktoren, die für das Rennen auf dem Acker zwischen Nindorf und Jeddingen noch extra flott gemacht wurden.

„Um in der richtigen Gewichtsklasse starten zu dürfen, muss ich einige Dinge an meinem Fendt Farmer 108 abmontieren und einige Stunden Arbeit investieren“, sagte Hermann Gerken zu den Vorbereitungen. Sein Plan ist, in der 3,5-Tonnen- Klasse am Sonntag zu starten.

Allerdings sind die Gerkens auch schon am Samstag vor Ort. Dann steht das Show Pulling in der Frauenklasse auf dem Programm. Ab 18.30 Uhr dürfen die Damen mit einem bereitgestellten Traktor eines Lohnunternehmers samt Instruktor starten und ordentlich Pferdestärken auf die Bahn bringen. Letzte Ratschläge vor dem großen Tag können sich die beiden Kirchlintler Treckerpiloten noch bei der abendlichen Disco holen.

Bei allem sportlichen Ehrgeiz, die gute Laune, einfach nur dabei sein, steht beim Trecker-Pulling für Gerken und Gerken im Vordergrund. „Wir machen aus Spaß an der Sache mit“, sagte Gerken Junior. Er wird zudem als neues Mitglied des Vereins Trecker- Treck-Team Nindorf fleißig beim Aufbau mithelfen. Schließlich muss alles für die große Bühne mit ungefähr 4 000 bis 5 000 Zuschauern an beiden Tagen vorbereitet werden.

Von Lampenfieber ist bei den Gerkens keine Spur, auch wenn erste Versuche eher durchwachsen verlaufen sind. Beim letzten Treffen der Trecker-Szene in Westenholz versuchte sich Hermann schon mal auf der Piste mit dem Bremswagen im Schlepptau. Allerdings war relativ früh Endstation auf der Bahn, und die „Klugschnacker“ am Rande der Arena sparten nicht mit Ratschlägen ob der übersichtlichen Leistung. „Die sollen nicht nur Schnacken, sondern es mal selbst versuchen“, reagierte H.Gerken ganz gelassen.

„Vaddern“ Wilhelm Gerken ist zumindest gefühlt in der besseren Position, geht er doch mit dem stärkeren Motor ins Rennen. Er sitzt auf dem Fendt Farmer 610 S mit 86 PS und will seinem Sohnemann mit den sechs Zylindern ordentlich Paroli bieten. Auch bei diesem Schlepper kommen einige Kilos runter, um dann noch ein paar Gewichte auf die Achsen hängen zu können. „Dadurch haben die Reifen mehr Gripp auf dem Acker und der Bremswagen kann länger gezogen werden“, so die Experten.

Zuviel an ihren Schleppern dürfen die Gerkens, aber auch nicht schrauben. Die Trecker sind immer noch im Einsatz auf der Kirchlintler Feldmark. Wenn der Motor überdreht, wäre das gute Stück nur noch ein Fall für den Schrottplatz, beziehungsweise den Treckerfriedhof. Der Erfolg hänge eben nicht alleine von der Technik ab, sondern auch vom fahrerischen Können. Vielleicht klappt's ja und die Pullingnovizen bringen einen Pott mit nach Kirchlinteln. - lee

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