Feuerwehr-Übung auf dem Gerkenhof

Teamwork zählt in Odeweg

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Treten aus diesem Behälter Gefahrstoffe aus?

ODEWEG - Ganz schön viel Trubel im sonst so beschaulichen Odeweg: Zehn Feuerwehrfahrzeuge rollten am Montagabend über die Straßen und rund 70 Einsatzkräfte, teils mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, schwirrten auf dem Gelände des Gerkenhofs umher. Die Anwohner erfuhren schnell: Kein Grund zur Sorge, es ist nur eine Übung. Eines der Hauptziele dieses Abends war es, die Zusammenarbeit der örtlichen Feuerwehren noch weiter zu verbessern.

Der Brand in einer Maschinenhalle des Gerkenhofs in der Nähe einer Tankanlage war der Ausgangspunkt der Übung, zu der die Feuerwehren aus dem Nordbereich der Gemeindefeuerwehr Kirchlinteln alarmiert wurden. Ausgearbeitet worden war das Szenario von den stellvertretenden Gemeindebrandmeistern Torsten Müller und Ulf Carstens. Für den Einsatzleiter Andreas Hastedt, Ortbrandmeister der zuständigen Ortsfeuerwehr Schafwinkel, war es das erste Mal, das er die Koordination einer Übung übernahm.

Nach der Alarmierung rückten die Feuerwehren Schafwinkel, Sehlingen, Bendingbostel und Kirchlinteln an. Auch der ELW 1, der Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr, war durch die Leitstelle aufgrund der geschilderten Gefahrenlage gerufen worden.

Personenrettung zählte mit zu den Aufgaben. Zum Glück waren es in Odeweg nur Puppen, die in Sicherheit gebracht werden mussten.

Als der Einsatzleiter ein Austreten von Gefahrstoffen festgestellt hatte, wurden noch zwei weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Kirchlinteln sowie die Feuerwehr Holtum-Geest mit dem Gefahrgutzug alarmiert.

Zusammenarbeit ein wichtiges Ziel

Nach dem Motto des Landesfeuerwehrverbandes „Gemeinsam sind wir stark“ war die Zusammenarbeit der Ortswehren ein wichtiges Ziel der Alarmübung. Beispielsweise waren die Einsatzkräfte gefordert, gemeinsam die Wasserversorgung vom offenen Gewässer über eine lange Wegstrecke zum Einsatzort sicherzustellen. Auch die Gefahr der Ausbreitung des Brandes sollte erkannt und durch entsprechende Vorkehrungen verhindert werden.

Feuerwehrübung mit Gefahrgut in Kirchlinteln

Schließlich ging es darum, den ELW 1 mit einzubinden. Er diente als Anlaufpunkt für die Koordination vor Ort und konnte zur Kommunikation mit dem Internet verwendet werden. Diese Möglichkeit nutzten die Einsatzkräfte dazu, ein Dateiblatt für den Gefahrstoff anzufordern, das per E-Mail gesendet und vor Ort ausgedruckt wurde. Darin wurden das richtige Verhalten der Einsatzkräfte und das Verfahren beschrieben, mit denen die Gefahr, die von den austretenden Stoffen ausging, minimiert werden kann. In einer kurzen Manöverkritik wiesen Müller und Carstens, die von einigen Beobachtern unterstützt wurden, auf positive Abläufe hin und schilderten aber auch einige Mängel.

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