Suedlink: Argumente werden geprüft

Regierung befasst sich mit Petition

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Die Petenten fordern unter anderem den Schutz der Geest-Landschaft vor einer Trassenüberbauung. Grafik: Reincken

Kirchlinteln - Mit großer Freude hielten Wilhelm Hogrefe und Arne Jacobs das Schreiben des Präsidenten des Niedersächsischen Landtages in den Händen: Die Regierung wird sich mit den Kirchlintler Einwänden betreffend der Stromautobahn SuedLink befassen. Die von Hogrefe und Jacobs verfasste Petition aus der Gemeinde Kirchlinteln, die von vielen Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen unterzeichnet wurde, wird der Landesregierung zur Erwägung überwiesen.

Damit folgte der Landtag der Empfehlung des Petitionsausschusses, im Interesse des Einsenders eine weitere Prüfung der Angelegenheit vorzunehmen. Dabei sind insbesondere bisher nicht berücksichtigte Gesichtspunkte in die Überlegungen einzubeziehen.

Die Petenten forderten in ihrer Eingabe insbesondere, dass Niedersachsen sich für den Schutz einmaliger und einzigartiger Landschaften wie der Kirchlintler Geest, die den Europäischen Dorferneuerungspreis erhielt, vor einer Trassenüberbauung einsetzt. Ebenso wird der Punkt zur Nutzung von bundeseigenen Flächen aufgegriffen, wofür sich die Landesregierung gegenüber dem Bund einsetzen solle. Abschließend wird die Forderung formuliert, dass sich Niedersachsen für eine dauerhafte und angemessene Entschädigung der von der Trassenführung betroffenen Grundeigentümer einsetzt, die auch alle Folgeschäden berücksichtigt.

Nach den Untersuchungen durch die Landesregierung hat diese die Ergebnisse dem Landtag vorzustellen. „Die sachlich fundierten Argumente wurden gehört und haben überzeugt“, freut sich Jacobs über die jüngsten Entwicklungen. „Ein wesentlicher Beitrag war sicherlich der Besuch Sebastian Lechners (CDU), der sich als Berichterstatter im Petitionsausschuss kurz vor den Beratungen persönlich ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat“, ergänzt Hogrefe. Ein besonderer Dank der beiden galt dem örtlichen Abgeordneten Adrian Mohr, der sich sowohl für den persönlichen Termin beim Landtagspräsidenten, als auch für den Besuch Lechners vor Ort eingesetzt hat. „Die enge Vernetzung aller politischen Ebenen vor Ort sind nicht nur in dieser Angelegenheit wichtig“, lobt Jacobs das gebündelte Engagement der örtlichen Abgeordneten. Auch Frank-Peter Seemann von Bündnis90/Die Grünen und ebenfalls Unterzeichner der Petition hatte im Vorfeld Kontakt zu seinen Parteikollegen in Hannover aufgenommen und um Unterstützung geworben. So hat sich auch die Berichterstatterin der Grünen, Regina Asendorf, im Petitionsausschuss für die Interessen der Kirchlintler Eingabe eingesetzt.

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