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Kirchlintler Kircheninsel wird umgestaltet

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Von: Reike Raczkowski

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Eine Kirche, davor Bauzäune
Wo im Moment Bauzäune und Erdhaufen die Blicke auf sich ziehen, wird schon bald die umgestaltete Kircheninsel St. Petri verschönern. © Meyer

Die ersten Bagger waren im Einsatz, Erdhaufen türmen sich vor der Kirche auf, eine große Ladung Pflastersteine wurde geliefert und wartet nun darauf, verbaut zu werden. Die seit Jahren gewünschte Neugestaltung der Kircheninsel hat unübersehbar begonnen. Und wenn alles richtig, richtig gut läuft, könnte zu Ostern ein erheblicher Teil der Bauarbeiten auf dem Außengelände der St.-Petri-Kirche abgeschlossen sein.

Kirchlinteln - Der Plan für die Umgestaltung begleitet die Kirchengemeinde schon lange. 2006, so schätzt Baubeauftragter Cord Ehlers, habe man das Ganze bereits angeschoben. 2012 seien die ersten Gelder gesammelt worden. Dann sei es aus verschiedenen Gründen zu Verzögerungen gekommen, außerdem habe man parallel ja auch noch das neue Pfarrhaus geplant und gebaut. Aber nun geht es endlich auch auf der Kircheninsel richtig los.

Das Pastorenehepaar Merle und Dennis Oswich zeigte sich beim Pressetermin voller Vorfreude. Besonders sehnsüchtig erwarte man seitens der Kirchengemeinde den neuen barrierearmen Zugang zur Kirche, der mit einer Fußgängerrampe realisiert wird. Die Auffahrt auf den Kirchenhügel sei mit ihren circa 30 Prozent Steigung viel zu steil für alle Gemeindeglieder, die nicht mehr so mobil sind. Der neue, circa 14 Meter lange Weg, für den bereits die Erdarbeiten vorgenommen wurden, soll höchstens sechs Prozent Steigung sowie „Ruhestellen“, also ebenerdige Bereiche, haben. „Davon profitieren nicht nur ältere Besucher, sondern auch zum Beispiel Menschen mit Kinderwagen“, freut sich Kirchenvorstand Reinhard Richter. Er zeigt die Steine, mit denen die Stützmauern der Rampe gebaut werden sollen: Ortstypische rote Ziegel, damit am Ende auch die Optik stimmt.

Gesamtkosten: 270 000 Euro

Doch das Konzept für die Umgestaltung der Kircheninsel, die insgesamt circa 270 000 Euro kosten wird, sieht noch mehr Neuerungen vor. So soll der bisherige Parkplatz – neu gepflastert und umgestaltet – zu einem „Platz der Begegnung“ werden. Gerade mit Hinblick auf die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie sei es sinnvoll, einen geeigneten Ort im Freien neben der Kirche für Open-Air-Veranstaltungen, wie etwa Konzerte des Posaunenchores, zu haben, erklärt Dennis Oswich. Ein neuer Weg von der Rampe zum Kircheneingang, Anpflanzungen von Bäumen und ein barrierearmer Zugang zum Toilettengebäude runden die Umgestaltung ab.

Finanziert wird das Bauvorhaben zu einem erheblichen Teil aus Leader-Fördermitteln. Aber auch der Kirchenkreis hat eine namhafte Summe dazu gegeben. „Und natürlich die Gemeindeglieder selbst“, sagt Dennis Oswich und verweist auf die Kollekten und Sammlungen seit 2012. „Die Firma Schutz aus Bendingbostel hat außerdem 7500 Euro für das Vorhaben gespendet. Es ist toll, dass sie sich der Kirchengemeinde so verbunden fühlt.“

Wenn jetzt das trockene Wetter hält, und es auch sonst zu keinen unerwarteten Verzögerungen kommt, könnte bis Ostern die Umgestaltung abgeschlossen sein. „Aber das wäre schon sehr optimistisch“, sagt Reinhard Richter.

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