St.-Jakobi-Wald wächst weiter / Viele Baumpaten / Diamantpaar legt selbst Hand an

Für die Natur und zur Erinnerung

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Elfriede und Günter Stanke feierten kürzlich diamantene Hochzeit. Mit dem Pflanzen eines Baumes wollen sie diesem besonderen Ereignis Rechnung tragen.

Wittlohe - Der zwischen Wittlohe und Stemmen gelegene St.-Jakobi-Wald wächst und wächst, denn am Sonntagvormittag pflanzten dort nach einer kurzen Andacht zahlreiche Gemeindeglieder weitere Bäume. Insgesamt vergrößerte sich die Anzahl um 35 Gewächse. Unter anderem entschieden sich die Baumpaten für Rotbuche, Eber-esche, Wildapfel, Eiche, Spitzahorn, Hainbuche und Bergahorn.

Mit Spaten, Gartenschere und Gießkanne machten sich die Paten an die Arbeit, um Bäume zu setzen, die an persönliche und besondere Ereignisse erinnern, wie beispielsweise an Geburtstage, Konfirmation, Hochzeiten, Taufe oder ein Jubiläum. Unter anderem nahm Günter Thiel aus Otersen noch selbst den Spaten in die Hand. Er hatte Ende des vergangenen Jahres seinen 90. Geburtstag gefeiert. Auch Elfriede und Günter Stanke aus Neddenaverbergen, die kürzlich ihren 60. Hochzeitstag feierten, arbeiteten Hand in Hand. Aktiv wurden auch Mitglieder des Kirchenvorstandes und Pastor Wilhelm Timme. Sie pflanzten die Bäume der Stifter, die nicht zu dieser Aktion kommen konnten.

Im Vorfeld der Pflanzaktion waren schon kleine Löcher ausgehoben worden, und neben jedes Loch wurde ein Pflock gesetzt, auf dem eine Plakette den Namen und das Jahr der Pflanzung dokumentiert.

Pflanzaktion im Jakobi-Kirchenwald in Wittlohe

Eifrig machten sich die Baumstifter ans Werk, bekamen Tipps zum richtigen Pflanzen von Fritz Kappenberg und Achim Hoops. Die Löcher wurden danach mit Pflanzerde verfüllt, der Baum eingesetzt und mit weiterer Erde stabilisiert. Zum Abschluss wurde um den Baum Rindenmulch gestreut und die Erde mit Wasser getränkt.

In der Andacht betonte Pastor Timme, dass der Mensch die Verwaltung der von Gott geschaffenen Natur übernommen habe und auch über Jahrtausende fürsorglich damit umgegangen sei. Erst mit Beginn des modernen Zeitalters sei es mehr und mehr zu einer mangelhaften Verwaltung gekommen. Das sei von der Menschheit bisher nicht so ernst genommen worden und wahrscheinlich lasse sich das von heute auf morgen nicht so schnell ändern. Daher sei jede Aktion, egal, wie groß oder klein, wichtig für die Natur und damit für den Planeten Erde.

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