Fahrzeug ist bestellt

Spuckschutz im Bürgerbus: Verein bereitet sich auf Neustart vor

Im Bürgerbus wurde ein Spuckschutz eingebaut. Fotos: Meyer
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Im Bürgerbus wurde ein Spuckschutz eingebaut.

Kirchlinteln - Seit dem 16. März fährt der Kirchlintler Bürgerbus keine Touren mehr durch die Gemeinde. Das sind über fünf Wochen Stillstand – verursacht durch die Corona-Pandemie. Um für einen baldigen Neustart gewappnet zu sein, wurde jetzt ein Spuckschutz eingebaut. „In der Tischlerei Dreyer in Armsen wurde hervorragende Arbeit geleistet, es rappelt nichts während der Fahrt“, freut sich Bürgerbusvereinsvorsitzender Rüdiger Klinge. Bei der Vorstellung des einzigartigen Schutzes für die Fahrer führt die Probefahrt über das Kopfsteinpflaster an der St.-Petri-Kirche vorbei.

Der Platz beim Einstieg wird nicht beeinträchtigt und bleibt in seiner ursprünglichen Größe erhalten. Die Behindertenfreundlichkeit ist weiterhin gegeben, weil die Rampe problemlos ausgeklappt werden kann und Fahrgäste mit Rollatoren haben Platz ebenso wie Kinderwagen. „Das war das Prinzip der Überlegungen“, sagt Klinge. Durch eine Öffnung sei zudem der Fahrkartenverkauf gewährleistet.

Es gab im Vorfeld viele Denkansätze, um den Einbau zu optimieren. Voraussetzung für Klinge war, „dass alles wieder abschraubbar sein muss“.

Klinge: „Jetzt fahre ich noch zum Tüv, um prüfen zu lassen, ob alles in Ordnung mit dem Einbau ist; Vorschriften hierfür gibt es wohl nicht.“ Neben dem Ottersberger Bürgerbus ist der Kirchlintler das zweite Fahrzeug mit dieser Schutzvorrichtung.

Der achtsitzige Bürgerbus wurde im Februar 2015 in Dienst genommen und hat seitdem rund 380.000 Kilometer gelaufen. „Ein neuer Bus ist bestellt und sollte im August kommen. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wird sich dieser Termin nicht halten lassen“, so Klinge. Eine Verschiebung der Lieferung bis in den November hinein wurde von der Herstellerfirma schon schriftlich mitgeteilt, allerdings ohne Gewähr.

Neue Busse können bestellt werden, wenn innerhalb von sieben Jahren eine Laufleistung von höchstens 250 .000 Kilometer erreicht wird. „Wenn ein Bus mehr als 250.000 Kilometer erreicht hat, kann der jeweilige Bürgerbusverein schon nach fünf Jahren ein neues Fahrzeug beantragen“, betont der Vereinsvorsitzende. Rund 75.000 Kilometer werden von den ehrenamtlichen Fahrern jedes Jahr im Geestbezirk der Gemeinde mit dem Bürgerbus gefahren.

Der jetzt bestellte neue Bürgerbus ist nach 2015 schon das zweite Fahrzeug, um dessen Bestellung sich Rüdiger Klinge gekümmert hat. Der erste Mehrsitzer, der 2009 in Dienst gestellt wurde, läuft immer noch bei Allerbus in Verden und hat mittlerweile schon rund 550.000 Kilometer runter.

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