Sieben Gründungsmitglieder der Luttumer Feuerwehr noch „im Dienst“

Beispielhaftes Engagement

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Männer der ersten Stunde in der Feuerwehr Luttum (v. l.): Manfred Oestmann, Wilhelm Heimsoth, Heinz-Hermann Hoops, Heinz Rath, Hermann Bellmer, Heinz Blome,Heinrich Meinke mit Ortsbrandmeister Peter Meyer.

Luttum - Das ist aller Ehren wert: Sieben von den 33 Männern, die vor einem halben Jahrhundert in Luttum die Freiwillige Feuerwehr gründeten, versehen immer noch ihren Dienst in der Altersabteilung und nehmen Anteil an der aktuellen Entwicklung „ihrer“ Feuerwehr. Sie alle sind schon vor mehr als 50 Jahren in die damalige Pflichtfeuerwehr eingetreten und haben dort in verschiedenen Funktionen amtiert.

Zu den Männern der ersten Stunde gehörte Hermann Bellmer. Er trat schon 1943, damals noch in Scharnhorst, in die Feuerwehr ein. Heinrich Meinke ist 64 Jahre dabei, Heinz Blome 63 Jahre, Wilhelm Heimsoth 58 Jahre, Manfred Oestmann 56 Jahre sowie Heinz Rath und Heinz Hermann Hoops 55 Jahre. Vor allem bei diesen Senioren wurden die Erinnerungen an den 19. Januar 1965 wach, als die insgesamt 33 Männer die Freiwillige Feuerwehr in Luttum gründeten. Der große Dank der Versammlung war ihnen dafür gewiss.

In seinem kurzen Rückblick erinnerte Ortsbrandmeister Peter Meyer an wichtige Ereignisse der vergangenen 50 Jahre. Die Feuerwehren allgemein leisteten weit mehr als die vier Schlagwörter „retten, löschen, bergen, schützen“ und seien nicht nur Retter und Helfer in der Not, sondern weit mehr. Die Jugendarbeit sei unbezahlbar und nicht hoch genug zu bewerten. Außerdem erfülle die Feuerwehr einen wichtigen Beitrag in der dörflichen Gemeinschaft.

Landrat Peter Bohlmann sprach von einer rasanten Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Luttum von 1961 mit 609 auf heute 1220 Einwohner. Zwangsläufige Folge sei die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr gewesen. Ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur der 13 Ortsfeuerwehren. Bohlmann hob die enge Kooperation mit den benachbarten Wehren im Kleinbahnbezirk hervor. Hier gehe es nicht um Eitelkeiten, sondern um die Effizienz des Brandschutzes.

„Ohne das soziale Miteinander, getragen vom hohen ehrenamtlichen Engagement, wären wir, bei allem Wohlstand, eine arme Gesellschaft“, betonte Bürgermeister Wolfgang Rodewald. Das gelte auch für die Feuerwehren. Selbst wenn der Begriff „Kameradschaft“ manchmal etwas „antiquiert“ klinge, beschreibe das Wort doch zutreffend den Zusammenhalt in den Ortsfeuerwehren, der sich in dieser Gemeinschaft, aber auch in der dörflichen Umgebung positiv entfalte.

Der freiwillige Einsatz, für den die Feuerwehrleute viel Freizeit opferten, gewährleiste Brandschutz und Hilfe bei Unfällen und Katstrophen, so Friedel Koch, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses im Gemeinderat. Der Nachwuchs für den Bestand sei zudem frühzeitig durch die 1969 gegründete Jugendabteilung gesichert. Seitens der Jäger gratulierte Helmut Meyer, der für das Domizil der Luttumer Feuerwehr, die Dorfscheune, einen Nistkasten überreichte. Für Pastor Wilhelm Timme ist der Feuerwehrabendgottesdienst, der seit einigen Jahren gefeiert wird, ein Beleg für das positive Miteinander von Kirche und Politik.

Den Ehrenteller des Kreisfeuerwehrverbandes übergab Peter Schmidt, stellvertretender Kreisbrandmeister, an Ortsbrandmeister Peter Meyer. Auch Schmidt würdigte die engagierte Arbeit in den verschiedenen Bereichen der Feuerwehr.

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