Bendingbosteler feiert 90. Geburtstag

Für seine Familie ist Peter Stelling ein „Super-Opa“

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Mit seiner Frau Maria, zahlreichen Familienmitgliedern und vielen weiteren Gratulanten feierte Peter Stelling in Kreepen eine fröhliche Geburtstagsfeier.

Bendingbostel - Ein fröhlicher, humorvoller Mensch mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, dabei immer rücksichtsvoll, jemand, der sich an kleinen Dingen erfreut und warmherzig ist – das ist für seine Familie Peter Stelling, der am Samstag seinen 90. Geburtstag feierte. Was die zwei Töchter und sechs Enkel aber besonders stolz auf den Jubilar macht, ist dessen liebevolle Begleitung seiner schwerkranken Frau.

„Unser Super-Opa wird 90“, freuten sich die sechs Enkel von Peter Stelling bei der Familienfeier in Heitmanns Gasthof in Kreepen. Diesen Titel verliehen ihm die sechs Großkinder bereits zu dessen 80. Geburtstag, seinerzeit noch in Bremervörde. Hier stellte er sich einem Quiz, das er mit Bravour meisterte. Den damals verliehenen Pokal hält er auch heute noch in Ehren. Vor drei Jahren musste der in Ostendorf geborene Jubilar das vor 65 Jahren in Bremervörde zur Hochzeit neu erbaute Haus wegen der schweren Erkrankung seiner Ehefrau Maria aufgeben.

Langeweile kennt Stelling nicht

Um seiner im Nachbarort Iselersheim geborene Ehefrau, die mittlerweile im Eichenhof in Kirchlinteln betreut wird, auch weiterhin zur Seite stehen und durch die Krankheit begleiten zu können, zog der rüstige Rentner zu einer der Töchter in Bendingbostel. Täglich verbringt er im Eichenhof längere Zeit mit seiner geliebten Ehefrau, ist aber auch sonst aktiv. So übernimmt er gerne einige Aufgaben im Haushalt seiner Tochter oder verbringt vom Frühjahr bis Herbst seine Freizeit mit Gartenarbeit.

Mit viel Liebe kümmert sich Peter Stelling beispielsweise um das kleine Kartoffelfeld, das aufgrund einer Anregung seinerseits angelegt wurde. Dabei profitiert der in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsene Jubilar von Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendzeit. Weitgehend selbstständig erledigt er weitere Aufgaben in seinem eigenen Haushalt, unter anderem mit Einkäufen im Lintler Laden. Langeweile kennt er nicht und wenn es nur ein Kreuzworträtsel ist, mit dessen Lösung er sich geistig fit hält.

Mit 13 begonnen zu arbeiten

Sein Arbeitsleben begann er schon 1941 im Alter von 13 Jahren – zunächst als Schrift- und Maschinensetzer und später im Außendienst und noch bis zum 75. Lebensjahr als Korrektor im Verlag der Bremervörder Zeitung sowie etliche Jahre als freier Mitarbeiter der Redaktion.

Seine Ehefrau kannte er von einigen Tanzabenden, aber erst 1952 „knisterte“ es zwischen den beiden und ein halbes Jahr später stand die standesamtliche Trauung an. Die Familie vergrößerte sich und viele Jahre arbeitete seine Frau bei einem Kapitän im Haushalt.

Aus dem Vereinsleben waren die Stellings nicht wegzudenken, unter anderem wurde Peter Stelling in Bremervörde 1987 zum Schützenkönig proklamiert. Ein weiteres Hobby des Jubilars ist die „Quetsche“, die heute aber nur noch im Familienkreis angestimmt wird. Früher begleitete Stelling mit seiner Ziehharmonika noch öffentliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Laternenumzüge.

Persönliche Glückwünsche gab es unter anderem von Bürgermeister Wolfgang Rodewald, Ortsvorsteher Cord Wahlers und Pastorin Merle Oswich.

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