Gemeinsame Sitzung von Schulausschuss und Jugend und Soziales

Schulessen: Entscheidung vertagt

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Das Hortkind Merle bekommt von Melanie Eicke in der Kirchlintelner Schulmensa das Mittagessen gereicht. 

Kirchlinteln - Die politische Entscheidung, in welcher Form und durch wen in Zukunft das Essen in der Schule und in den Kitas in der Gemeinde Kirchlinteln angeboten wird, wurde am Donnerstag vertagt.

In der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Ausschusses für Jugend und Soziales wurde lebhaft über ein Nachfolgemodell der bisherigen Mittagsverpflegung diskutiert. Zurzeit bewerkstellige der Kooperationspartner vom Landhaus Badenhoop eine zufriedenstellende und günstige Verpflegung für die Schul- und Hortkinder der Gemeinde Kirchlinteln, aber leider werde das Landhaus diesen Service nur bis maximal Sommer 2017 weiterführen, da der Inhaber Michael Budig verstorben ist, erklärte Bürgermeister Wolfgang Rodewald auf Nachfragen der Eltern. „Bis Ende des Schuljahres 16/17 hat der Kooperationspartner mit uns als Gemeinde den Vertrag.“

Deswegen sei nun die Politik gefragt, sich für eine Alternative zu entscheiden. Die Gemeindeverwaltung habe viele Anfragen an Cateringunternehmen und Schulverpfleger gestellt, um einen Anbieter zu den bisherigen Vertragsbedingungen zu finden. Allerdings läge letztendlich nur ein seriöses Angebot auf dem „Mittagstisch“ und dieses hätte mit 4,28 Euro pro Portion eine Preissteigerung von fast einem Euro zur Folge. Vorher kostete das Essen 3,30 Euro. Für eine angelieferte Mahlzeit, die nicht frisch in der Schulküche zubereitet würde, schlügen immer noch 3,50 Euro zu Buche. Diesen Qualitätsverlust wollten die Eltern aber nicht hinnehmen.

Mangels Angeboten rechnete die Verwaltung mehrere Modelle mit dem Personal durch, das von Badenhoop übernommen werden würde. Wenn die Köche direkt von der Gemeinde angestellt würden, käme laut Kalkulation im günstigsten Fall ein jährlicher Fehlbetrag von circa 4. 000 Euro zu Stande.

Bürgermeister Rodewald empfahl in der Sitzung die kostengünstigste Variante mit gemeindeeigenem Personal an den Standorten in Luttum, Kirchlinteln und der Versorgung der kleineren Einrichtungen. Er forderte das Gremium anschließend deutlich auf, „zu einer Entscheidung zu kommen, um nicht in die Lage zu kommen, einen Notfallplan ausarbeiten zu müssen“.

„Die Mehrheitsfraktion der CDU sieht die Schulverpflegung nicht in der Kernkompetenz der Gemeinde und würde daher die Versorgung durch einen privaten Anbieter favorisieren“, erläuterte Torsten Blanke. Richard Eckermann, Fraktionsvorsitzender der SPD, wies auf einen Einsparungsvorteil bei der Mehrwertsteuer hin, wenn Gemeindepersonal beschäftigt würde.

Obwohl die Schule die größte Bildungseinrichtung der Gemeinde ist, würden hier nur 50 Portionen täglich ausgegeben, berichtete Rodewald weiter. Daraufhin empfahl Schulausschussvorsitzender Wilhelm Hogrefe, mit dem Schulprojekt Lindworx eine Werbekampagne für die Schulmensa zu starten. Rodewald will auch die Einführung des verpflichtenden Mittagessens für die Schule am Lindhoop prüfen.

Richard Eckermann erinnerte dann noch an die großen Baukosten der Schul- und Kitaküchen und mahnte, diese Infrastruktur weiter zu nutzen. Abschließend forderte die Mehrheitsfraktion, die Alternative des Bringdienstes tiefer von der Verwaltung prüfen zu lassen.

Der Ausschuss vertagte die weitere Diskussion in den Verwaltungsausschuss (VA), der am 5. Dezember tagt. Die finale Entscheidung trifft der Rat. 

lee

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