Im Müllerhaus in Brunsbrock

Kunsthandwerkermarkt: „Das schöne Gefühl stellt sich später wieder ein“

Stefan Kaletsch erklärte den Besuchern im Freien den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen.

Brunsbrock - „Jeden Tag streicheln und sehen, was passiert“, gab Barbara Wiemers den Käufern ihrer Glückspilze mit auf den Weg. Ihren „Schön-Wetter-Perlen“ hatte sie scheinbar ebenfalls viele Streicheleinheiten gegönnt. Gut so, denn bei dem herrlichen Herbstwetter machte der Besuch des Kunsthandwerkermarktes im Müllerhaus in Brunsbrock noch mehr Spaß. Dort gab es am Wochenende viel mehr als die „Weserperlen“ zu entdecken. Knapp 20 Aussteller waren es insgesamt. Seifen, Töpferarbeiten, finnische Papierkunst, Fotokarten, Kleidung, Wolle, feine Schokolade und einiges mehr wurde geboten.

Die neueste Kreation von Barbara Wiemers sind Hortensien-Perlen. Wie bei einer echten Blume reihen sich kleine Blüten aneinander. In einer Riffperle scheinen kleine Fisch zu schwimmen und die Augenperlen sollen gegen den bösen Blick wirken. Im Gespräch mit der Bremerin konnten die Besucher viel über Perlen und deren Besonderheiten erfahren.

Nur einen Stand weiter durften die Besucher bei Stefan Kaletsch ein Spielchen wagen. Eigentlich sei er ein „Holzwurm“, aber im vergangenen Winter habe er sich viel mit Magnetismus befasst. Dabei herausgekommen sind „entschleunigte Kugelbahnen“. „Weltneuheit“, stand auf einem Schild. Zumindest habe er im Internet nichts Vergleichbares gefunden, erklärte er. Aus dem Wendland mitgebracht hatte der begeisterte Bogenschütze zudem Pfeil und Bogen. Wie man damit umgeht, erklärte Kaletsch draußen. Ausprobieren war ebenfalls erlaubt.

Klasse statt Masse

Karin Kirsch war mit Strick-Schmuck gekommen. Tücher und Schals, hergestellt aus feinem Garn, in unterschiedlichsten Farben. Am Stand gegenüber gab es bei Alexandra Lübeck Fotokarten. „Traumhaft. So schöne Karten, die könnte man alle mitnehmen“, sagte eine begeisterte Kundin.

Klasse statt Masse, könnte das Motto auch lauten. „Diese Ausstellung lebt von der Stimmung. Wenn die Aussteller zusammenpassen, überträgt sich das auf die Kunden“, erklärte Jutta Görg-Herm. Sie hatte zum wiederholte Male die Veranstaltung organisiert.

Das Team vom Müllerhaus hatte reichlich selbst gebackene Torten im Angebot. Gekauft wurde bei den Ausstellern wohl sehr gut. Jutta Görg-Herm scheint den Grund zu kennen: „Wo es schön war, möchte man etwas mitnehmen, das ist wie im Urlaub. Dann stellt sich das schöne Gefühl später wieder ein.“ 

wb

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