Scheepers Vadder: Neddener wünschen sich Bronzefigur / Straßensanierung in den Ferien

Dörfliche Idylle als Lebensgefühl

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Ländliches Lebensgefühl: Dieses Bild von „Scheepers Vadder“ war die Inspiration für die Idee, eine Bronzeskulptur im Dorfkern aufzustellen.

Neddenaverbergen - Seitdem vor etwa drei Wochen den Bürgern von Nedden-averbergen die Einladung zu einer Ortschaftsversammlung ins Haus flatterte, sorgte eines der Themen, genannt als das Projekt „Scheepers Vadder“, für ein Rätselraten der Einwohner. Was es damit nun auf sich hat, erläuterte Ortsvorsteher Uwe Panten auf dieser Versammlung, in der außerdem über den Planungsstand der Baumaßnahmen der Neddener Dorfstraße berichtet wurde.

Vorgestellt wurde von Panten die von der Arbeitsgruppe entwickelte Projekt-idee „Scheepers Vadder”. Auf einem Grünbereich, der durch die Umgestaltung des Einmündungsbereichs der Armsener Straße in die Dorfstraße hinzugewonnenen wird, solle mit einer Bronze-Skulptur eine Idee verwirklicht werden, die das dörfliche Leben symbolisiere: Scheepers Vadder beim Dengeln einer Sense.

Diese Idee basiert auf einer stimmungsvollen Fotografie, die in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts entstand. „Scheepers Vadder, ein im ganzen Dorf bekannter und unmittelbar am Buernbrink wohnender Kleinbauer, hatte sich eines Tages vor seinem Haus in den warmen Sand der Dorfstraße gesetzt und begann, seine Sense zu dengeln“, erläuterte Panten. Der Fotograf erkannte darin eine ländliche Idylle und hielt sie bildlich fest. Aus dem Bild wurde eine Postkarte und es fand auch Eingang in die Dorfchronik.

„Wie kein anderes Motiv stellt dieses Bild das bäuerliche Leben und die Symbiose der Bewohner mit dem Dorf sowie deren Wohl- und Lebensgefühl dar“, sagte Panten. Diese Skulptur könne auch die Identität der Einwohner mit dem Dorf stärken und damit ein zufriedenes Wohl- und Lebensgefühl fördern. „Importiert wird nichts Künstliches, sondern wir greifen einen typischen Menschen aus dem Dorf auf, frei nach dem Motto: Scheepers Vadder, das sind wir.“ Für die Realisierung dieser Idee seien aber nicht unerhebliche finanzielle Mittel nötig, für die Sponsoren zu suchen seien. Panten rief die Bürger dazu auf, den bereits bestehenden Arbeitskreis zu unterstützen, um die Ausgestaltung der Projektideen auf eine breitere Basis zu stellen und damit zu erleichtern. Außerdem regte er im Verlauf der Versammlung an, das jährliche Laubharken auf dem ehemaligen Schulhof um einen „Frühjahrsputz“ zu erweitern. Dieses habe der Dorfplatz wahrlich „verdient“.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Werner Stadtlander, Fachdienstleiter Straßen beim Landkreis, die Baumaßnahmen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt vor, in die der Landkreis insgesamt 1440000 Euro investieren will. Etwa 60 Prozent davon sollen aus Fördermitteln des Landes finanziert werden. Begonnen werde der erste Bauabschnitt Ende des Monats mit der Sanierung der Kreisstraße 30 von etwa der Ortsmitte bis zum Ortsausgang in Richtung Hamwiede. Diese Maßnahme soll mit Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Kurze Zeit später werde mit dem Straßenbau der K 13 von der westlichen Ortseinfahrt bis zur Dorfmitte begonnen. Diese Baumaßnahme werde mindestens bis April 2016 andauern. Der Radwegbau entlang der K38 nach Armsen sei für den Sommer 2016 vorgesehen. Jeder Anlieger werde vor und während der anstehenden Baumaßnahmen in persönlichen Gesprächen über den Stand der Arbeiten informiert.

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