Proben nach den Sommerferien

Luttumer Theatergruppe findet sich neu

Viel zu lachen gab es bereits beim ersten unverbindlichen Treffen.

Luttum – „Wir wollen es wagen, nach den Sommerferien mit den Proben für ein neues Stück zu beginnen und damit die seit einigen Jahren ruhende Theatergruppe neu beleben“, zeigten sich Michaela Rampp und Sabine Lindhorst von der Theatergruppe im Heimatverein Luttum erfreut. Eine Gesprächsrunde mit einigen Interessierten, die sich über ein aktives Mitwirken im Ensemble informierten, lief vielversprechend.

Angesprochen und gesucht wurden Frauen und Männer für die neue Bühnenproduktion, die schon immer mal Theaterluft schnuppern wollten. Neben den Akteuren, die auf der Bühne stehen, waren auch wichtige Positionen hinter der Bühne zu besetzen. „Ohne Bühnentechnik, Souffleuse oder Friseur läuft nix“, sagte Rampp. Es werde auch zukünftig Ausschau gehalten nach weiteren Interessierten, denn noch seien nicht alle Positionen vergeben.

Nachfragen gab es beim ersten offenen Treffen in der Luttumer Dorfscheune, zu dem Rampp und Lindhorst eingeladen hatten. Rampp stellte kurz die Geschichte der Gruppe vor und skizzierte ihre Vorstellungen: „Es wird zumeist auf Plattdeutsch gespielt werden, aber das sollte euch keinesfalls daran hindern, eine Rolle zu übernehmen“, betonte sie. Sie habe die Texte in der für sie ungewohnten Sprache auswendig gelernt und damit das plattdeutsche Rollenspiel schnell verinnerlicht.

Fehlende Kenntnisse des Niederdeutschen hat zum Beispiel Alexandra Grimm aus Hohenaverbergen, die in Wiesbaden zur Welt kam, später für einige Zeit in der Nähe von Köln wohnte und dann in den Norden umzog. Seit etwas mehr als fünf Jahren wohnt sie im Nachbarort von Luttum. „Das passt gut, da mache ich mit“, sagte sich die an der Oberschule in Kirchlinteln beschäftigte Lehrerin, nachdem sie kürzlich den Zeitungsartikel mit der Einladung gelesen hatte. Einige Erfahrungen hat sie mit der Schauspielerei, aktuell in einer Bremer Theatergruppe.

Über mehr oder weniger Erfahrung verfügten die weiteren Interessenten, die sich zum Abschluss die Requisiten auf einem Tisch ansahen und sie sofort ausprobierten. „Nach den Sommerferien soll’s losgehen“, so Rampp, die mittlerweile ausgebildete Theaterpädagogin ist, voller Vorfreude.

„Eigentlich war ich schon immer vom Theater fasziniert, habe kleine Sketche gespielt“, erzählt die Erzieherin. Sie habe aber lange nicht den Mut gehabt, diese auch einem Publikum zu zeigen. So agierte sie in Luttum erst einmal „backstage“, bis sie der Theatervirus dann aber so richtig packte und sie sich für die Bühne meldete. Einige Jahre war sie in Luttum aktiv, übernahm auch Rollen bei den Domfestspielen, der Allerbühne und den Nachtflüsterern. Als sich die Luttumer Gruppe nach dem Tod der Regisseurin Heike Schladebusch auflöste, war sie in der Häuslinger Gruppe „De vergnöögte Speeldeel“ aktiv. Aber ihr Wunsch war es immer, die Theatergruppe Luttum wieder zu aktivieren.  

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