Schafwinkler gestalten Dreiecksplatz um / Neubürger helfen gerne mit

Treffpunkt unter der Linde

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Hier ein kleiner Teil der zahlreichen fleißigen Helfer (hinten von links): Gerhard Ganske, Dumia Cheick, Ingrid Müller, Muhammad Muza, Henry Hohensee sowie (vorne von links) Anna Teichler, Raza Amer und Khan Malik. Der neue Platz gefällt allen sehr gut.

Schafwinkel - Der sogenannte Dreiecksplatz in Schafwinkels Mitte war zwar immer schon idyllisch gelegen, wirkte aber, weil er als Wendeplatz genutzt wurde, nicht besonders einladend. Bis jetzt. Dank großzügiger privater Spenden, vor allem von der Familie Maxrath, sowie dem Engagement vieler fleißiger Alt- und Neubürger, hat das Dorf einen neuen Treffpunkt, der sich sehen lassen kann.

Mehrere Monate Arbeit stecken in der Umgestaltung des Platzes. Mitten im Hochsommer legten die Dorfbewohner los, bewegten einige Kubikmeter Erde, verwandelten eine Schotter- in eine Rasenfläche, pflanzten Lindenbäume sowie von Michael Budig gespendete Rhododendren und schufen zu guter Letzt eine Sitzgelegenheit im Schatten der großen Linde. Stattliche Feldsteine fanden ihren Platz ebenso wie ein schöner Fahrradständer, den Henry Hohensee aus einem Baumstamm gefertigt hat. Georg und Britta Mencl wollen in diesem Herbst noch 1000 blaue Windröschen auf eigene Kosten setzen.

Tatkräftige Unterstützung erhielten die Schafwinkler bei den Arbeiten von Flüchtlingen aus Pakistan und der Elfenbeinküste. Ortsvorsteherin Ingrid Müller hatte bei den Neubürgern vorsichtig angefragt – und war schließlich überwältigt von deren Hilfsbereitschaft, während die freiwilligen Helfer sich über die Abwechslung in ihrem Alltag freuten. „Sie haben hier ja sonst nicht viel zu tun, sie dürfen ja nicht arbeiten gehen“, so die Ortsvorsteherin.

Als alles erledigt war, lud Ingrid Müller zufrieden zu einem Grillabend ein. Zahlreiche Schafwinkler schauten vorbei, um den neuen Treffpunkt bei Würstchen und Getränken zu feiern. Auch die Flüchtlinge kamen – und waren zu Recht Stolz auf die geleistete Arbeit für das Dorf.

Den Anstoß zu der gesamten Aktion hatte im Prinzip die Familie Maxrath gegeben. Sie hatte die Geldspenden anlässlich der Trauerfeier von Olaf Maxrath zur Verschönerung des Dorfes zur Verfügung gestellt. Also machte sich die Ortsvorsteherin daran, bei den Schafwinklern Ideen zu sammeln. Heraus kam schließlich der Wunsch, den schnöden Wendeplatz in einen Treffpunkt für alle Dorfbewohner, aber auch zu einem Pausenplatz für Fahrradtouristen zu verwandeln. Die Mission glückte. „Und zwar ohne einen Cent aus der Gemeindekasse“, so Müller.

Und nicht nur die Schafwinkler Dorfmitte ist nun bedeutend schöner, sondern auch der neue Name: Olaf-Maxrath-Platz.

rei

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