Renate Hesse stellt Kunstwerke im Müllerhaus in Brunsbrock aus

„Immer auch ein Abenteuer“

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Renate Hesse zeigt ihre Werke noch bis Ende des Monats im Müllerhaus in Brunsbrock.

Brunsbrock - „Zeichnen und Malen ist für mich eine andere Form der Sprache und immer auch ein kleines Abenteuer. Inzwischen ist die Kunst aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.“ So umschreibt Renate Hesse aus Kirchlinteln ihr Faible für die bildenden Künste, denen sie sich seit einigen Jahren widmet. Im Müllerhaus in Brunsbrock sind bis Ende Februar 30 ihrer Exponate zu sehen.

Geöffnet ist das Müllerhaus regelmäßig am Sonntag, von 14.30 bis 17 Uhr. Nach Absprache mit der Künstlerin kann die Ausstellung auch zu einem anderen Zeitpunkt in Augenschein genommen werden.

Als sie vor mehr als 20 Jahren als Journalistin für die lokale Presse vor allem im Bereich Kirchlinteln tätig war, habe sie besonders gerne die Ausstellungstermine von Künstlern wahr genommen, erläuterte Renate Hesse.

Nun begrüßte sie zahlreiche Gäste zu ihrer eigenen, von Gert Alsleben musikalisch umrahmten Vernissage. Die Gespräche mit Malern und Bildhauern seien damals für sie Anstoß gewesen, selbst künstlerisch tätig zu werden.

Sie habe bei Kursen an der Volkshochschule Aquarelltechnik und Ölmalerei kennen gelernt, so Hesse weiter. Landschaften seien viele Jahre ihr bevorzugtes Motiv gewesen. Als der Ruhestand näher gerückt sei, habe sie die Idee nicht los gelassen, mehr über zeitgenössische Kunst zu erfahren. Sie habe ein vierjähriges Studium an der Kunsthochschule Ottersberg begonnen, das vor sechs Monaten mit dem Bachelor-Abschluss endete.

„Wenn ich mit Pinsel und Stift beginne, weiß ich nie, was letztendlich für eine Arbeit entsteht“, erläuterte die Künstlerin. Sie habe zu Beginn keine Vorstellung davon und gebe dem Zufall großen Raum. Nach und nach entwickle sich ein Bild und dabei bekommen Formen und Farben für sie eine Bedeutung. Auch das verwendete Material sei ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeiten. Inspiriert wurde ihr Schaffen in den vergangenen Jahren immer mehr von Wassily Kandinsky, wobei auch die Schriften für sie bedeutsam seien. Dazu kämen die Künstler des „Informel“ und deren Hauptvertreter „Wols“. Am Ende stehe aber eine eigene Bildsprache, die hier im Müllerhaus zu sehen sei, so Hesse abschließend.

Sie zeigt Arbeiten aus drei Reihen: Zeichnungen unter dem Titel „Dialogue“ und Acrylbilder zum Thema „Now“ und „Above“. Dabei sei die Serie „Now“ eine künstlerische Auseinandersetzung mit den aktuellen Ereignissen wie Krieg und Flucht, die tagtäglich in den Medien präsent sind.

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