Hausaufgaben gemacht

Politik signalisiert Zustimmung zu den Plänen zur Edeka-Außengestaltung

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Die Präsentation ermöglichte es den Politikern und interessierten Bürgern, sich ein besseres Bild von den geplanten Außenanlagen des Marktes zu machen. 

Kirchlinteln - Der Zankapfel im historischen Ortskern hat nun im Bauausschuss der Gemeinde Kirchlinteln sein Aussehen verpasst bekommen. Die Firma Rahlfs Immobilien stellte der Politik und einer zahlreich erschienenen Öffentlichkeit die Pläne für die Außenanlagen des Edeka-Verbrauchermarktes im zweiten Anlauf vor und bekam am Ende der Beratungen eine Beschlussempfehlung (bei einer Gegenstimme von Ada Walter, Grüne) für die erledigten Hausaufgaben. Im Mai vergangenen Jahres hatten die Investoren erstmals Pläne vorgestellt, waren damit aber auf keine Begeisterung gestoßen.

In einer dreidimensionalen Darstellung des Geländes, die mithilfe einer Drohne angefertigt worden war, konnten alle einen realistischen Eindruck von dem zukünftigen Außengelände gewinnen. Nach einer kurzen Präsentation diskutierten zunächst die Politiker über das überarbeitete Konzept und gaben einige Ergänzungen zu Protokoll. Dann unterbrach der Ausschussvorsitzende Wolfgang Ritz auf Nachfrage die Sitzung, um den Bürgern und Vertretern der Initiative „Tatort Ortskern Kirchlinteln“ die Möglichkeit für Nachfragen und Anregungen zu geben.

Die Winkelstützen zur statischen Absicherung der Parkplätze wegen des Niveauunterschieds zum Nachbargrundstück sollen durch eine Anböschung nur noch 20 bis 40 Zentimeter als Beton sichtbar sein. Darüber hinaus werde im Bereich des sichtbaren Betons eine Hainbuchenhecke als Begrünung gepflanzt.

Verbundpflasterung und Asphaltbelag

Weiter werde im Bereich der Stellfläche, die mit Parkplätzen in einer Größe von 2,75 Meter mal 4,5 Metern ausgestattet sein wird, eine Verbundpflasterung und für die Fahrwege ein Asphaltbelag verbaut. Fred Martens (CDU) regte an, die Verbundpflasterung in der roten Farbe der umliegenden Klinkerbauten zu gestalten, um nicht eine große graue Fläche zu bekommen. 

Friedel Koch (SPD) fragte nach der Anzahl der Behindertenparkplätze und gab sich erst mit der Erläuterung zufrieden, dass neben den zwei Behindertenparkplätzen drei Mutter-und-Kind-Parkplätze mit den gleichen Ausmaßen zur Verfügung stehen werden.

Entwässerung des Parkplatzes ein Thema

Von der neuen Holzbrücke ausgehend, soll ein Fußgängerweg über den kompletten Parkplatz führen. Es ergab sich aus dem Ausschuss die Anregung, diesen in einer deutlich differenzierten Farbe zum sonstigen Untergrund für jeden Autofahrer sichtbar zu markieren. Der Weg soll quer über das Edekagelände von der Hauptstraße über die neue Gibbachbrücke und entlang des Marktgebäudes bis zur Schulstraße führen. Die Fußgängerbrücke soll aus zwei Stahlträgern als Untergrund und einem ortstypischen Holzgeländer mit Bohlen bestehen.

Weiter war die Entwässerung des Parkplatzes ein Thema. Architekt Thomas Warns erläuterte die Funktion der bereits verbauten Rigolenkörper (wir berichteten). Zusätzlich sei durch das Gefälle mit 24 Zentimetern von der Kante der Winkelstützen bis zur Mitte des Parkplatzes mit der Regenwassergosse ein Stauvolumen von 200 Kubikmetern vorhanden.

Bürgerinitiative bringt sich ein

Im mittleren Bereich des Parkplatzes sei die Art der Hecke noch offen und Warns signalisierte, auf die Vorschläge der Gruppe Tatort Ortskern Kirchlinteln eingehen zu wollen. Diese hatte den Ratsmitgliedern und Planern zuvor eine ausführliche Ausarbeitung mit Vorschlägen zur Verfügung gestellt. Projektleiter Bernd Jansen kündigte an, zeitnah eine Präsentation von entsprechenden Pflastersteinen und in Frage kommender Pflanzenarten zur Begrünung vorzubereiten.

Der Bauausschuss hat sich außerdem für den Abschluss einer Vereinbarung für die Herstellung einer Linkabbiegerspur von der Landesstraße 171 auf den neuen Parkplatz ausgesprochen. Durch die Anliegerschaft zur Landesstraße seien die Vorgaben der Straßenbaubehörde einzuhalten und der Einfluss der Gemeinde begrenzt, erläuterte Werner Kunath, der in der Kirchlintler Verwaltung für die Gemeindeentwicklung zuständig ist. - lee

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