Patina und Krähenfedern

Künstlerin Britta Gansberg zeigt ungewöhnliche Bilder im Müllerhaus

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Die Künstlerin Britta Gansberg (links) führt einige Gäste durch ihre Ausstellung. 

Brunsbrock - Rost, Patina und eisige Motive, so präsentiert sich das Müllerhaus in Brunsbrock. Doch keine Sorge, das denkmalgeschützte, 200 Jahre alte Gebäude hat keine baulichen Schäden erlitten, sondern die neue Ausstellung zeigt entsprechend gestaltete Werke von Britta Gansberg.

Die Künstlerin aus Bassum hat sich ganz auf oxidiertes Eisen und patiniertes Kupfer konzentriert, neben den Nahaufnahmen von eingefrorenen Blüten.

Die besondere Technik macht es möglich: Britta Gansberg grundiert die Kunstwerke zunächst mit Bronze und dann wird eine spezielle Flüssigkeit mit Malerrost oder grüner beziehungsweise blauer Patina aufgetragen. „Dadurch bekommt jedes Bild sein individuelles Aussehen, da man vorher nie weiß, wie der Rost mit dem Untergrund farblich wirkt“, so Gansberg. Auf der Leinwand werden zuvor noch alle möglichen Artefakte installiert – ein echtes Unikat.

Führung durch die Ausstellung

Auf einem gefiederten Bild hat Gansberg beispielsweise Krähenfedern aus Thedinghausen befestigt und anschließend „rosten“ lassen. „Daran kann Britta nicht vorbeigehen und muss die Federn mitnehmen“, erläuterte ihr Ehemann Bernd-Fred Heyne den Ablauf der gemeinsamen Wochenendausflüge. So kommt allerhand Material zusammen, das kombiniert mit dem Eisenoxid ein Kunstwerk ergibt. Für etwas Abwechslung sorgt die Künstlerin gelegentlich mit ein bisschen Acrylfarbe. „Was ich sonst so alles verwende, können sich Interessierte gerne selber in meiner aktuellen Ausstellung anschauen“, so Gansberg.

Ein zweiter Schwerpunkt sind die Fotografien von Eisskulpturen mit Innenleben, beziehungsweise Stillleben, umschlossen von gefrorenem Wasser. Die kleinen Gegenstände werden in einer Form und mit Wasser zu einem Eiswürfel der besonderen Art und anschließend mit einer Kamera abgelichtet. „Normalerweise nehme ich einen analogen Apparat, aber für diese Großformate nutze ich ausnahmsweise eine digitale Kamera“, erklärte Gansberg. Die Bilder seien aber eins zu eins übernommen und die sogenannten Makroaufnahmen auf besonders großes Fotopapier gedruckt.

Sehr markant bei den eisigen Fotos sind die Lufteinschlüsse, die ganz besondere Muster in die Bilder bringen. „Ich weiß vorher nie, wie sich die Luftbläschen bilden und dann wirken“, sagte Gansberg. Sie sei stets überrascht, was nach einer Nacht im Froster entstehen könne. Die Aufnahmen macht sie dann im Freien, um die natürlichen Farben aus der kalten Komposition herauszukitzeln.

Bernd Schwiedrzik vom Kulturkreis Lintler Geest hatte zuvor die Ausstellung eröffnet und würde sich über viele weitere Besucher freuen. Bis zum 15. Oktober sind die Kunstwerke immer Sonntag, 14.30 bis 17 Uhr, zu besichtigen. lee

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