Informationen über positive Dorfentwicklungen am Messestand

Otersen wirbt in Berlin

Ein Teil der Otersen-Bildtafel, die am Niedersachsen-Messestand zu sehen ist.

Otersen/Berlin – „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, heißt es für zehn Akteure aus Otersen, die auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum zur Internationalen Grünen Woche in die Bundeshauptstadt reisen. Morgen, 17. Januar, werden die Oterser in Halle 20 auf dem Niedersachsen-Messestand für die Teilnahme am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ werben. Am Samstag, 18 Januar stellen sich drei Oterser Akteure bei einer Gesprächsrunde auf der LandSchau-Bühne den Fragen der NDR-Fernsehmoderatorin Heike Götz.

Der Grundstein für die Oterser Aktivitäten in Berlin wurden 2006 gelegt. Damals nahm das 500 Einwohner kleine Dorf am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil, wurde Kreissieger, qualifizierte sich für den Bezirksentscheid, später sogar für den Landesentscheid in Niedersachsen. 3 900 Dörfer aus allen Bundesländern waren 2006 in den Kreiswettbewerben dabei. Die besten 34 wurden im Bundeswettbewerb 2007 von einer Jury unter die Lupe genommen. Otersen platzierte sich auch hier weit vorne und wurde einer von acht Siegern und damit Bundesgolddorf.

„Die Platzierung ist beim Dorfwettbewerb eigentlich zweitrangig. Wichtiger ist, dass der Dorfwettbewerb eine gute Gelegenheit ist, um die Zukunftsfähigkeit des Heimatdorfes bewerten zu lassen. Dorfgemeinschaften können Informationen zu Stärken und Schwächen erhalten und gemeinsam Zukunftspläne schmieden. Der Dorfwettbewerb ist auch eine gute Gelegenheit, um Neubürger und die junge Generation in die Zukunftspläne einzubinden. Eigentlich muss sich jede Dorfgemeinschaft fragen: Wie wollen wir in Zukunft in unserem Dorf in 2025, 2030 leben, was haben wir bisher erreicht, welche Ziele haben wir für die Zukunft?“, schreibt Günter Lühning, Vorsitzender des Oterser Dorfladen-Vereins, in einer Pressemitteilung. „Aktive Bürger haben lebendige Dörfer. Die Alternative ist: Schlafe mein Dörfchen, schlaf ein“, zitiert Lühning in Vorträgen gerne den saarländischen Dorfentwickler Otmar Weber.

Nach dem Erfolg im Bundeswettbewerb 2007 hieß es im Januar 2008 erstmals für Otersen: „Wir fahren nach Berlin.“ Zwei Busse mit 100 Einwohnern reisten zur Siegerehrung mit 3 000 Gästen. Einen Tag zuvor hatten die Oterser erstmals auf dem Niedersachsen-Messestand für das Bundesland geworben. 2014 folgte der nächste Auftritt bei der weltgrößten Ernährungs- und Verbrauchermesse mit jährlich 400 000 Besuchern.

Vor sechs Jahren präsentierten sich Fährleute sowie Dorfladen- und AllerCafé-Akteure mehrere Tage auf einem Messestand in der Halle „Lust aufs Land“. 2017 folgte der dritte Messeauftritt in Berlin in der Niedersachsen-Halle 20, und morgen wird Otersen bereits zum vierten Mal in der Bundeshauptstadt aktiv.

Zehn Frauen und Männer mit Ortsvorsteher Dieter Bergstedt an der Spitze informieren auf dem Messestand über positive Dorfentwicklungen in Niedersachsen.

Ortsvorsteher Dieter Bergstedt, Neubürger und „Nachtwächter“ Jens Leska sowie Vereinsvorsitzender Günter Lühning werden morgen, um 12.30 Uhr, und noch ein zweites Mal um 15.30 Uhr, auf der Niedersachsen-Bühne in einer moderierten Gesprächsrunde über Otersen und den Dorfwettbewerb informieren. Das Trio ist darüber hinaus am Sonnabend, 18. Januar, um 12.15 Uhr, zu Gast auf der LandSchau-Bühne in der neuen Halle 27 „Lust aufs Land“ und stellt sich den Fragen von NDR-Moderatorin Heike Götz zum Thema „Unser Dorf hat Zukunft – oder abgehängte Dörfer“.

Zu den Oterser Akteuren in Berlin zählen auch Kerstin Winkelmann, Ilse und Harald Priemke, Marita und Karlheinz Bruns sowie Brigitte und Erwin Thom, die für Dorfladen, AllerCafé oder Solar-Allerfähre aktiv sind.  tl

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