Otersen-Westen: Verein plant Investition / Sponsoren werden gesucht

Neue Fähre für die 20. Saison

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In der Saison 2016 will der Heimat- und Fährverein Otersen die jetzige Fähre durch einen Neubau ersetzen. Unser Foto entstand kürzlich zu Beginn der Fährfahrt mit dem 100.000. Gast Josephine Bening (2.v.r.).

Otersen/Westen - In der nächsten Saison will der Heimat- und Fährverein Otersen mit seinen 70 Ehrenamtlichen eine neue Solar-Allerfähre in den Dienst stellen: Nach mehr als 100000 sicher über die Aller beförderten Fährgästen muss das jetzige Schiff durch einen Neubau ersetzt werden, um von der Schiffsuntersuchungskommission (SUK) eine neue Zulassung für die Personenbeförderung zu erhalten.

Während vergleichbare Arbeitsboote für DLRG, Wasserschutzpolizei, oder andere Fährbetreiber in den verganegnen Jahren aus Aluminium gebaut wurden, besteht der Schiffsrumpf der „Marie Hoffmann“ aus Stahlblech. Trotz jährlicher Pflege- und Rostschutz-Maßnahmen konnte die Korrosion nicht gänzlich verhindert werden.

Deshalb hat der Vorstand des Fährvereins einstimmig den Bau einer neuen Solar-Allerfähre beschlossen. Zur Finanzierung des Neubaus wird der Verein 5000 Euro aus Eigenmitteln investieren und auch zukünftig die jährlichen Kosten aus Eigenmitteln und laufenden Einnahmen tragen.

Des Weiteren hat der Verein bei den Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln jeweils 7500 Euro Zuschuss für 2016 beantragt. Beim Landkreis wurde eine Zuwendung in Höhe von 15000 Euro beantragt. In gleicher Höhe wollen die Fährleute, die sich als Dienstleister für die Aller-Leine-Tal-Region zwischen Verden und Celle verstehen, auch Zuwendungen von Sponsoren aus der privaten Wirtschaft und von Stiftungen einwerben. „Erste Zusagen liegen bereits vor“, freut sich der zweite Vorsitzende Dietrich Kerwat. Den größten Zuschuss-Betrag erhoffen sich die ehrenamtlichen Fährschiffer aus EU-Fördermitteln der Aller-Leine-Tal-Region.

„Die jetzige Form der Solar-Allerfähre mit Bugklappe für die Fahrräder, Sitzbänken links und rechts, einem umweltfreundlichen Elektromotor und den acht Solar-Gel-Batterien als Speicher des Sonnenstroms hat sich bewährt. Deshalb wird sich die neue Fähre nur durch Optimierungen vom Vorgänger-Modell unterscheiden“, betonte Technikwart Karlheinz Bruns. „Der Schiffsrumpf soll im Interesse der Langlebigkeit aus Aluminium gebaut werden und es bleibt beim Elektro-Antrieb mittels Sonnenstrom“, so der Vorsitzende Günter Lühning, der auf die feierliche Schiffstaufe am 30. April 2016 hofft. „Am 1. Mai wollen wir dann mit der Kraft der Sonne und des Ehrenamtes in die 20. Fährsaison auf der Aller starten.“

tl

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