Neuintonation erfolgt nach Überholung

Kirchlintler Instrument: Orgel soll an Ostern erklingen

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Die Orgelempore in der Kirche ähnelte über einen längeren Zeitraum einer Werkstatt.

Kirchlinteln - Die Orgelempore in der Kirchlintelner St.-Petri-Kirche ähnelte über einen längeren Zeitraum einer Werkstatt. Doch die Kirchlintler Kirchenbesucher hoffen auf das Osterfest. Dann soll, wenn alles nach Plan läuft, das Instrument „in neuem Glanz“ zu hören sein.

Wie bereits berichtet, war eine Generalüberholung des wuchtigen Instrumentes dringend notwendig. Bei der Orgelrevision im Jahr 2012 wurde festgestellt, dass erhebliche klangliche Mängel bestehen und eine grundlegende Überholung erforderlich ist.

Nun wird bereits seit vier Wochen an der Orgel gearbeitet. Von der „Königin der Instrumente“ steht nur noch die Verkleidung wie ein Gerippe. Die Orgelempore ähnelte beim Ausbau der 1200 Pfeifen einer Werkstatt mit einem riesigen Ersatzteillager. Manch einem Kirchenbesucher wurde dabei erst deutlich, welch komplizierte Technik hinter der schönen Verkleidung der Orgel steckt – und aus wie vielen Einzelteilen sie besteht.

Mittlerweile werden die überholten Pfeifen wieder Stück für Stück eingebaut. Danach folgt die „Neuintona-tion“. Das heißt, alle Orgelpfeifen müssen gestimmt werden. Dies wird vor Ort in der Kirche passieren und auch nochmal einige Wochen dauern. „Es ist eine sehr aufwändige Arbeit“, sagt Pastorin Merle Oswich. Kirchenvorstand Gerd Spieckermann weiß: „Die Stimmlage der Gesamtorgel muss auch in Einklang mit den Möglichkeiten unseres Posaunenchors gebracht werden.“

Kosten von rund 85.000 Euro

Die Orgelbauer aus Helsinghausen (Nähe von Bad Nenndorf) sind sicher, dass das Kirchlintler Instrument zum Osterfest mit einem schönen Klang zu hören sein wird.

Pastorin Oswich: „Mit der mobilen Ersatzorgel hat in den vergangenen Wochen und Monaten alles gut funktioniert. Klar, es war anfangs ungewohnt, wenn die Musik plötzlich nicht mehr von oben, sondern von vorne kommt. Aber unsere Organisten haben sich toll auf die neue Situation eingestellt.“

Dank kräftiger Finanzspritzen seitens der Leader-Region Hohe Heide, der Landeskirche, des Landkreises und der Sparkassenstiftung kann die Kirchengemeinde die Kosten für die Rundumerneuerung in Höhe von circa 85 .000 Euro stemmen. Mit der Maßnahme wird ein historisch bedeutendes Gebäude in der Region für Einheimische und Touristen attraktiver gemacht und gleichzeitig ein Beitrag zur Bewahrung des kulturgeschichtlichen Erbes geleistet. - klm/rei

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