Buntgemischtes Baugebiet in Planung: „Auf dem Breck“ soll vieles möglich sein

Nicht nur der Einfamilienhausklassiker

Auch Singles und Senioren sollen im neuen Baugebiet „Auf dem Breck“ in Kirchlinteln passende Wohnformen finden. Die Planung sieht mehr Möglichkeiten als das klassische Einfamilienhaus vor. Foto: Raczkowski

Kirchlinteln – Kirchlinteln gibt Gas: Kaum sind die Planungen für „Westlich Speckener Straße“ abgeschlossen, macht sich die Gemeinde daran, die Nachbarfläche „Auf dem Breck“ zu entwickeln. Am Montagabend stellte das Planungsbüro Instara den Mitgliedern des Bauausschusses vor, was auf der knapp über drei Hektar großen Fläche zwischen Kükenmoorer und Speckener Straße vom Investor Matthäi angedacht ist: ein bunt gemischtes Baugebiet, das ganz unterschiedliche Wohnwünsche erfüllen soll. Die meisten Politiker zeigten sich hochzufrieden mit dem neuen Projekt.

Susanne Thein von Instara zeigte anhand von Karten, wie sich das Baugebiet in unterschiedliche Bereiche gliedern wird, in denen jeweils ganz verschiedene Gebäudetypen und Wohnkonzepte entstehen können. Während in einem Teil eine eingeschossige Bauweise angedacht ist, soll in einem anderen Bereich auch zweigeschossig gebaut werden können. Thein: „Analog zum angrenzen Baugebiet sollen die Gebäudetypen gespiegelt werden.“ Von klassischen Einzel- und Doppelhäusern bis hin zu moderneren Bauformen mit deutlich mehr Wohneinheiten soll es ein bunt gemischtes Gebiet werden, in dem unterschiedliche Wohnwünsche realisiert werden können. Damit die Gebäude nicht zu „voluminös“ werden, wie Thein es bezeichnete, gebe es Beschränkungen in Höhe und Länge der Gebäude, die aber je nach Teilbereich ganz unterschiedlich ausfallen. Angrenzend an die Kükenmoorer Straße soll ein Gebäude entstehen mit einer Tagespflege im Erdgeschoss und bis zu sechs wohneinheiten im Obergeschoss. Auch Häuser mit seniorengerechten Wohnungen sollen in diesem Bereich realisiert werden.

Die Erschließung soll über die Kükenmoorer Straße erfolgen. Gegenüber der Einmündung der Straße „Am Bauhof“ soll eine Zuwegung direkt in das neue Wohngebiet führen.

Fred Martens (CDU) lobte: „Der Wunsch nach individuellen Möglichkeiten ist hier wunderbar realisiert worden.“ Der Ausschuss empfahl mehrheitlich, das Bauleitverfahren in diesem Sinne fortzuführen. Nur Frank-Peter Seemann (Grüne) stimmte dagegen. Die Erweiterung des Gebietes gehe über den Flächennutzungsplan 2001 hinaus und die Gründe für diese Abweichung seien nicht vorteilhaft, sondern mit Nachteilen, wie zusätzlichen Verkehrsgefahren durch den vorgesehenen Kreuzungsbereich, verbunden, erklärte der Politiker.

„Das ist ja nur der erste Aufschlag in der Planung“, sagte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Ritz (CDU) und erklärte den Gästen im Lintler Krug, dass das Verfahren noch ganz am Anfang stehe. Anpassungen und Einwendungen seien noch möglich.

Dass die Nachfrage nach Baugebieten in der Gemeinde über den Kernort hinausgeht, wurde in der Einwohnerfragestunde deutlich. Einige Bürger aus Armsen waren gekommen, um den Politikern ihren Wunsch nach entsprechenden Möglichkeiten in ihrer eigenen Ortschaft zu verdeutlichen. Stella Müller aus der Stabsstelle Gemeindeentwicklung berichtete, dass derzeit in vielen Ortschaften nach Möglichkeiten gesucht werde und Listen von potenziellen neuen Baugebieten erstellt würden. Auch Armsen sei dabei. „Nach Ostern werden wir uns intensiver damit befassen“, versprach sie.  rei

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