Trinkwasserverband nutzt die Baustellenphase

In Neddenaverbergen wird weiter kräftig gebuddelt

Baustellenfahrzeuge gehören mittlerweile in Neddenaverbergen zum Ortsbild dazu. Dieses Foto zeigt die Erdarbeiten für die Sanierung der Wasser-Transportleitung. - Fotos: Röttjer

Neddenaverbergen - Die Bürger aus Neddenaverbergen müssen noch eine Weile stark sein. Und alle anderen sollten die Ortschaft im Moment lieber umfahren. Denn im Dorf wird jetzt kräftig gebuddelt. Für einen Teilbereich der Ortschaft lässt der Trinkwasserverband (TV) Verden die Transportleitung erneuern. Diese bereits seit Längerem geplante Maßnahme sorgt neben den Straßenbauarbeiten im Bereich der Kreuzung in der Dorfmitte sowie der Sperrung der Kreisstraße von Armsen nach Neddenaverbergen für eine weitere Einschränkung im Straßenverkehr.

„Diese Transportleitung vom Wasserwerk Langenberg bei Kükenmoor führt über Neddenaverbergen und Otersen unter der Aller hindurch nach Dörverden und sichert somit für den Südkreis die Wasserversorgung“, erläuterte Otto Kowalski vom TV bei einem Ortstermin.

Die Erneuerung der Anfang der 70er-Jahre verlegten Leitung wäre spätestens in etwa fünf Jahren erforderlich geworden, daher habe der TV gerne die aktuelle Situation genutzt, schon jetzt im Rahmen der Sanierung der Dorfstraße die Rohre des Leitungsstranges zu verlegen.

Für den TV sei es eine sehr große Maßnahme: Umfangreiche Erdarbeiten bis zu zwei Meter Tiefe seien damit verbunden, um eine Überdeckung der Rohre mit 1,25 Meter Erdreich zu erreichen. Beginnend ab dem Glockenturm am Ortseingang aus der Richtung von Kükenmoor werde die Leitung abschnittsweise über die Kreuzung und dann entlang der Michaelisstraße bis zum ehemaligen Osterfeuerplatz erneuert, ebenso die Hausanschlüsse, erläuterte Kowalski. Vorab sei an einigen Stellen mit sogenannten Suchschachtungen die genaue Lage anderer Versorgungsleitungen in der geplanten Trasse zu überprüfen.

Kontrollschächte werden ausgehoben, um die genaue Lage weiterer Versorgungsleitungen festzustellen.

Verbunden seien die Arbeiten an dieser Trasse mit Einschränkungen für den Straßenverkehr sowie möglichen Straßensperrungen in dem Bereich. Ein enger Kontakt mit den Anliegern sei selbstverständlich.

Bei den Arbeiten im Kreuzungsbereich gebe es auch eine Absprache mit den Bauunternehmen, die während dieser Zeit ihre Kolonnen von dort abziehen. Gerechnet werde mit dem Ende der Baumaßnahme im Spätherbst, so Kowalski.

Die Wasserversorgung sei während der gesamten Bauzeit über die vorhandenen Leitungen gesichert, erläuterte Kowalski abschließend. Erst nach der Fertigstellung der neuen Transportleitung sowie einer Dichtigkeitsprüfung und einer Probennahme durch den Fachdienst für Gesundheit und Umweltmedizin des Landkreises werde die neue Leitung in das Netz des Trinkwasserverbandes eingebunden und die alte Leitung stillgelegt. Dazu werde ein Teil der vorhandenen Leitung kurzfristig außer Betrieb genommen.

Bei dem Ortstermin erläuterte Werner Stadtlander vom Landkreis noch den Fortgang der Arbeiten in der Dorfmitte sowie dem weiteren Bau des Radweges zwischen Armsen und Nedden-averbergen. Sobald der TV im Kreuzungsbereich die Arbeiten abgeschlossen habe, solle mit Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet werden. Das Setzen von Bordsteinen und die Pflasterungen der Bürgersteige seien weitgehend abgeschlossen. Vorübergehend werde es kurzfristige Sperrungen bei der abschließenden Asphaltierung geben.

Sperrung der K38

Stadtlander wies außerdem auf die seit Dienstag geltende Sperrung der K38 von Armsen nach Neddenaverbergen hin, die wegen der Radwegbauarbeiten erforderlich sei. Voraussichtlich bis zum 2. Juni sei die K38 vom „Buurnbrink“ (Einmündung Armsener Straße in die Neddener Dorfstraße) bis zur Kreuzung Knickhof / Armsener Dorfstraße voll gesperrt. Die Umleitung erfolge schon ab der Dorfmitte in Armsen über die Straße Alte Eichen und die L160 nach Nedden.

Für die Anlieger in dem Bereich der K 38 sei in diesem Zeitraum mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Genaue Sperrzeiten, in denen auch die Anliegergrundstücke nicht befahren werden könnten, stimme der Bauwart rechtzeitig vor Ort ab. Der letzte Teil der Bauarbeiten ist in den Herbstferien die Sanierung der K13 vom Ortsausgang über Lehringen bis zur Kreisgrenze zum Heidekreis. 

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