Ortsversammlung in Neddenaverbergen 

Themen von Innenverdichtung bis hin zu „Scheepers Vadder“

Ortsvorsteher Uwe Panten (rechts) hatte viele Informationen für die Dorfbewohner. - Foto: Röttjer

Neddenaverbergen - „In Nedden tut sich was“, das stellte Ortsvorsteher Uwe Panten bei der Bürgerversammlung im Gasthaus zur Linde, zu der neben zahlreichen Einwohnern auch Bürgermeister Wolfgang Rodewald gekommen war, fest. Damit nahm er Bezug auf den Neubau von fünf Häusern, die auch ohne ausgewiesene Neubaugebiete entstanden seien. Hier seien die bestehenden Möglichkeiten innerhalb des Dorfes kreativ genutzt worden. Gleichzeitig erinnerte er noch einmal daran, dass Landkreis und Gemeinde hinsichtlich der Bereitstellung von Bauplätzen die Innenverdichtung bevorzugten, also den Bau auf entsprechend ausgewiesenen Grundstücken innerhalb des Ortes.

„Als Dorf können wir allerdings versuchen, die Eigentümer dieser Flächen zum Verkauf des Grundstücks zu bewegen“, so Panten. Und die fünf Beispiele zeigten auch, dass immer was gehe. Sie seien ein Zeichen für die Attraktivität von Nedden als Wohnort. Daher rief Panten die Einwohner dazu auf, sich als Gemeinschaft weiterhin zu bemühen, das Dorf attraktiver zu gestalten: „Ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.“

Für die Bürger aktuell am interessantesten war wohl der Stand der Straßenbauarbeiten. „Hier geht es dem Ende zu“, so Panten. Die Eröffnung der Dorfstraße sei für August im zeitlichen Zusammenhang mit dem Erntefest geplant. Im Bereich Trahe liefen die Bauarbeiten im Plan, die Straße nach Armsen könne in Kürze benutzt werden. In den Herbstferien werde die Straße vom Ortsausgang über Lehringen bis zur Grenze des Heidekreises saniert. Die Kanalbauarbeiten in der Michaelisstraße seien im Spätherbst abgeschlossen.

Die Antragsstellung für die Figur „Scheepers Vadder“ stehe kurz bevor, so Panten. Bis auf etwa 6 000 Euro sei die Finanzierung von 63 000 Euro gesichert, die EU stelle Fördergelder in Höhe von 53 000 Euro zur Verfügung, sofern der Rest vom Ort aufgebracht werde. In Kürze würden alle Familien angeschrieben und um eine Spende gebeten werden. Panten freute sich dabei über eine spontane Spende in Höhe von 500 Euro.

Kurz erläuterte Panten die Beweggründe für die geplante Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier würden noch einige Mitstreiter für eine Arbeitsgruppe gesucht. Er sehe durchaus Chancen für ein gutes Abschneiden, denn beim Projekt „Kerniges Dorf“ sei Nedden nur knapp gescheitert.

Präsentiert wurden den Gästen auch Liedertafeln für die Kapelle, eine werde in Kürze probeweise installiert.

Ein kleiner Aufreger war der Zustand des Friedhofs, beispielsweise gebe es dort noch Betoneinfassungen an freien Grabstellen, die vom Nutzer bei Rückgabe zu entfernen seien. Hier wurde eine Möglichkeit der Entsorgung gefunden, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde erfolgen soll.

Gesucht würden außerdem Experten, die die Sütterlinschrift entziffern könnten. Eine kleine Gruppe beschäftige sich bereits mit einem Notizheft mit Versen eines Landwirts aus den 1920er-Jahren, die in einem Gedichtband erscheinen sollten.

Schließlich berichtete Panten von der Betreuung einer syrischen Flüchtlingsfamilie. Einige Neddener kümmern sich um die Familie mit Kleinkind. Während der Mann in einem Sprachkurs mit Erfolg abschnitt, übernahm die Gruppe den Deutschunterricht bei der Frau und vermittelte erfolgreich Kenntnisse. Empfohlen werde dem Mann eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Panten bat um Mitteilung, wer eine Ausbildungsstelle zur Verfügung stellen könne. - rö

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