NDR-Film „Otersen – Ein Paradies an der Aller“ in der ARD-Heimatwoche

„Der eine findet ein Idyll, der andere schafft sich eins“

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Der Fernsehkamera, mal auf der Schulter von Kameramann Boris Mehlau, mal unter einer Flug-Drohne über Otersen oder, wie auf unserem Bild, am Kamerakran, entging kaum etwas und gibt tiefe Einblicke über das Leben „op´n Dörp“.

Otersen - Die im Sommer an 20 Drehtagen entstandene, 90-minütige Fernsehdokumentation über Otersen wird im NDR-Fernsehen am Sonntag, 25. Oktober, um 20.15 Uhr, ausgestrahlt und am Sonntag, 8. November, 14 Uhr, wiederholt. Zum Start der Themenwoche „Heimat“ veröffentlicht das ARD die Dokumentation über das Bundesgolddorf bereits jetzt im Internet in der Mediathek in voller Länge. 90 Fernseh-Minuten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – das ist für ein 500-Einwohner-Dorf eine kleine Sensation. Otersen hat sich dafür nicht beworben, sondern wurde ausgewählt.

Das NDR-Fernsehen kündigt den ersten Teil seiner im Oktober mit Otersen beginnenden neuen Serie „Heimat ist... op‘n Dörp“ wie folgt an: „Wie ein kleines Paradies mitten in Niedersachsen mutet Otersen an. Dort ziehen sich sieben prachtvolle Höfe wie an einer Perlenkette mit eigenem See durch das Dorf.

Die Vorgärten sind bestens in Schuss und Nachbarschaftshilfe wird ganz groß geschrieben. Auch den Klönschnack im Dorfladen und über den Gartenzaun gibt es noch.

Der Sportverein zählt fast so viele Mitglieder wie Otersen Einwohner hat. Im Kindergarten werden die Kleinsten quasi nebenan betreut. Und bei den letzten Bauern im Dorf erleben sie Kälbchen, Heidschnucken- und Katzenbabys und genießen Früchte direkt vom Feld“.

Im Mittelpunkt der Doku steht das Leben auf dem Dorf, speziell auf dem „Hasen-Hof“ der Familie Landwehr-Spöring. Zu den Protagonisten des Films zählen der 87-jährige Opa Willy Spöring, seine Tochter Bettina, sein Sohn Steffen, sein Nachbar Ehler Rohde und seine Enkel – insbesondere „Bohne“.

Berichtet wird über den Bioland-Hof von Michael Scharein mit den vielen polnischen Erntehelfern sowie über die Kindertagesstätte. Die aktive Dorfjugend ist ebenso Bestandteil der Fernseh-Doku wie Bürger-Dorfladen, Aller-Café, die Solar-Allerfähre und vieles mehr.

Eindrücke von der Aller, den sieben Seen und dem von alten Eichen und Fachwerk dominierten Ortsbild hat das Fernsehteam per Oktocopter, also mit einer Kamera-Drohne aus der Vogelperspektive eingefangen.

Die Oterser hatten keinen Einfluss auf den Film-Titel: „Otersen – Ein Paradies an der Aller“; denn die Oterser glauben, in einem normalen Dorf und nicht im Paradies zu leben. Das, was Otersen heute auszeichnet und stark macht, sei nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis des bürgerschaftlichen Engagements, betonen die Einwohner unisono.

„Es ist das Ergebnis der Arbeit der Menschen, die hier leben, mit der gemeinsamen Absicht, unseren Heimatort liebens- und lebenswert zu gestalten“, kommentierten Oterser Bürger den NDR-Film-Titel und erinnern an das Zitat von Christopher Lichtenberg: „Der eine findet ein Idyll, der andere schafft sich eins“.

tl

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