Nach 33 Jahren: Schule am Lindhoop verabschiedet Lehrer Michael Rudek

„Ich hatte hier eine gute Zeit“

Rektorin Judith Fahlbusch-Schmidt bedankte sich bei Michael Rudek für dessen großes Engagement.
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Rektorin Judith Fahlbusch-Schmidt bedankte sich bei Michael Rudek für dessen großes Engagement.

Kirchlinteln - Die Schule am Lindhoop in Kirchlinteln hat gestern einen engagierten Lehrer nach 33 Jahren aus ihrem Dienst entlassen. Der 63 Jahre alte Michael Rudek, den die Kollegen „Mike“ nennen, sagte zum Abschied: „Ich hatte hier eine gute Zeit.“

Bei einer fröhlichen Abschiedsfeier wurde der Pädagoge, wie es am Lindhoop üblich ist, von seinem Kollegium und der Schulleitung in zahlreichen Reden und Darbietungen liebevoll aufs Korn genommen. Dazu gehörte natürlich auch der traditionelle und wieder sehr unterhaltsame Abschied in Gedichtform des ehemaligen Rektors Jörg Pöhl, der den Zuhörern vor Lachen die Tränen in die Augen trieb.

Rudek hatte am Lindhoop über die Jahre viel Verantwortung übernommen. Er unterrichtete Mathematik, Deutsch und Kunst, war viele Jahre Klassenlehrer, unter anderem auch für die erste Integrationsklasse der Schule am Lindhoop, ihm oblag die Leitung des Fachbereichs musisch-kulturelle Bildung, er war stellvertretender Leiter der Orientierungsstufe und maßgeblich am Aufbau des AG-Bereichs der Ganztagsschule beteiligt.

Nach seiner Ausbildung an der Hauptschule in Achim habe er, so erzählte er im Rahmen der Feierlichkeiten, eine Stelle an der Realschule in Thedinghausen als Vertretungslehrer angenommen. „Ich habe es gewagt, im Kunstunterricht Lehrerkarikaturen zeichnen zu lassen und, noch viel schlimmer, diese auch noch auszustellen. Das ging natürlich nicht. Mein Vertrag wurde nicht verlängert. Gut so.“

Die Kirchlintler Schule habe ihn 1981 als Schwangerschaftsvertretung eingestellt. „Und ich durfte bleiben.“ Übrigens trotz Lehrerkarikaturen, die er auch am Lindhoop ausstellte.

Über die Jahre habe Rudek, stellte Schulleiterin Judith Fahlbusch-Schmidt in ihrer Rede fest, der Schule mehr und mehr seinen Stempel aufgedrückt. Er habe die Idee für die bis heute beliebten Schulkalender realisiert, die Schulgalerie „KreaArtiv“ gegründet und zahlreiche Schüler-Vernissage im Müllerhaus organisiert. Darüberhinaus sei er in nahezu allen Bereichen des Schullebens engagiert gewesen, von der Gestaltung des Schullogos über den jährlichen Julklapp bis hin zum Mitwirken in der Kabarettgruppe des Kollegiums. „Sie haben diese Schule stets als ihre Schule gesehen“, sagte Fahlbusch-Schmidt. „Sie haben über den Tellerrand geschaut, aber nie den Blick fürs Wesentliche verloren.“ Zum Wesentlichen, den Schülern, habe Rudek immer einen guten Draht gehabt, auch ein vertrauensvoller Umgang mit den Erziehungsberechtigten habe ihn ausgezeichnet.

Michael Rudek: „Freundschaft, Kollegialität, Akzeptanz, Wertschätzung und ein hohes Maß an Unterstützung im Kollegium – mit so viel Rückendeckung fiel es mir nicht schwer, mich zu engagieren und mich neuen Aufgaben zu stellen.“

Jetzt freue sich der Neu-Pensionär aber, mehr Zeit für seine Familie, seine Freunde und für sich selbst zu haben. Er wolle sich wieder intensiver seiner eigenen Kunst widmen, in einen Chor eintreten und ein Buch mit Aphorismen und Radierungen fertigstellen. „Alles andere werde ich sehen.“

rei

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