Kulturkreis feiert 20-jähriges Bestehen

Das Müllerhaus – ein Stück Heimat in der Lintler Geest

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Der Spielmannszug Kirchlinteln sorgte für eine stimmungsvolle musikalische Begrüßung. 

Brunsbrock - Kompakte Informationen über 20 Jahre Kulturkreis Lintelner Geest und dazu vielfältige Aktionen und ein kurzweiliges Programm bot die Feier zum 20-jährigen Bestehen des rührigen Arbeitskreises. Eingeladen wurde dazu natürlich in das Müllerhaus, denn beide Institutionen lassen sich nicht trennen, da sie durch Aufgaben und Ziele miteinander verbunden sind.

„Dem Verein wurde das renovierte Müllerhaus vor 20 Jahren zur Betreuung und Nutzung überlassen und seitdem füllt es der Verein, füllen es die Mitglieder mit Leben“, erläuterte die Vorsitzende Marlies Meyer bei der Begrüßung. Daher stehe diese Veranstaltung auch unter dem Motto: „20 Jahre Kultur und Leben in der Region“. Einmal monatlich trifft sich der aus 18 Bürgern bestehende Arbeitskreis und plant, initiiert und lenkt die Geschicke des Vereins, die Kunst und Kultur – eben das Leben im Müllerhaus.

Das Leben im Müllerhaus vorgestellt

In vier Bereiche ist das aufgeteilt, was im Müllerhaus passiert: Kultur, Kommunikation, Gesundheit und Gastveranstaltungen. Und diese vier Bereiche prägten auch die Jubiläumsfeier. Nach dem musikalischen Auftakt durch den Spielmannszug Kirchlinteln hießen Marlies Meyer und Bürgermeister Wolfgang Rodewald die Gäste willkommen und das Sommerbüfett „Große Diele“ wurde eröffnet. Im weiteren Verlauf wurden beispielhaft einige Aktivitäten vorgestellt, die das Leben im Müllerhaus prägen.

In kurzen Referaten wurde beispielsweise über Gesundheit und Wohlbefinden gesprochen, vorgestellt wurde die Kräuterwerkstatt, verbunden mit einer Wildkräuterwanderung. Mike Rudek gab eine kurze Einführung in die Kunstausstellungen. Aktiv dabei waren auch die Fotogruppe und der Literaturkreis.

Zur Kaffeezeit wurde das Kuchen-Büfett eröffnet, und bevor die Gruppe Souly zum Abschluss musikalisch die „Geest rockte“, wurde in einer Gesprächsrunde an die Gründung des Arbeitskreises erinnert. Der Nabu lud die Jüngsten zur Schnitzeljagd ein, Rolf Sievert forderte sie zum gemeinsamen Singen auf und freies Malen und Basteln wurde ebenso angeboten.

Vorbild für andere

Moderiert von Heinz Lehnert, erinnerten Klaus Karweik, im damaligen Amt für Agrarstruktur zuständig für das Programm zur Dorferneuerung in der Lintelner Geest, und Harald Nordhausen als einer der Initiatoren des Arbeitskreises an die Zeit vor 20 Jahren. Es sei damals in erster Linie darum gegangen, die unterschiedlichen Interessen der Bewohner der Lintelner Geest zu bündeln, berichtete Nordhausen. Karweik ergänzte dazu, dass das seinerzeit mit dem europäischen Dorferneuerungspreis ausgezeichnete Projekt auch noch heute ein Vorbild für andere sei. Im Müllerhaus informierten sich immer noch Gruppen aus Kommunen, die ähnliches für ihre Region planten. Mehr und mehr habe sich das alte Gebäude zu einem echten Treffpunkt für die Region entwickelt und sei zu einem Stück Heimat in der Lintelner Geest geworden, so Nordhausen.

„Bei dem Projekt ist die Bewahrung des einzigartigen Kulturdenkmals, die Pflege von Tradition und Gemeinwesen sowie dem dörflichem Kulturleben besonders gut gelungen“, würdigte Bürgermeister Rodewald die Arbeit des Kulturkreises Lintelner Geest. Dabei sei es geglückt, die nicht immer deckungsgleichen Interessen der Bewohner aus den Orten der Lintelner Geest Bendingbostel, Brunsbrock, Klein Linteln, Kreepen, Odeweg, Schafwinkel und Sehlingen unter einem Hut zu bekommen.

Neben der Arbeit des aktiven Arbeitskreises seien es aber auch die Projekte und Veranstaltungen einschließlich der in dieser Zeit im Müllerhaus präsenten Künstler gewesen, die diese Erfolgsgeschichte geschrieben hätten. 

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