Motto des Pflanztages in Wittlohe: „Tief verwurzelt, weit verzweigt“

Neue Bäume sind „auch eine Art Dankeschön“

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Familie Klasen pflanzt Bäume für ihre drei Kinder. „Wir finden diese Aktion sehr schön“, sagen die Eheleute.

Wittlohe - 44 neue Laub- und Obstbäume wurden im St.-Jakobi-Wald in Wittlohe gepflanzt. Bereits zum vierten mal haben Sponsoren und Baumpaten die Pflanzen aus familiärem Anlass und Verbundenheit oder weil Menschen das Thema Bewahrung der Schöpfung aufgreifen wollten, spendiert, sodass der Kirchenwald weiterwachsen kann.

„Tief verwurzelt, weit verzweigt“, dieser Leitgedanke war auch in der Andacht aufgegriffen worden, die im Vorfeld der Pflanzaktion mit musikalischer Begleitung durch den Posaunenchor Wittlohe gefeiert worden war.

Dabei hatte Pastor Wilhelm Timme die Bedeutung von Bäumen für die Sauerstoffproduktion und für das Leben auf der Erde hervorgehoben. „Sie sind wichtig für die Zukunft unseres Planeten.“ Er sprach allen Baumspendern seinen Dank aus. Besonders lobte er Heinz-Dieter Wieters als „Kümmerer“ des St.-Jakob--Waldes.

Mit warmer Kleidung gegen den kühlen Ostwind gewappnet, mit Spaten, Schaufeln und Gießkannen ausgerüstet, gingen dann Groß und Klein ans Werk. Alles ging Hand in Hand und mit großem Interesse und Spaß an der Sache waren schon die jüngsten Gemeindeglieder dabei.  „Ich möchte meinen Baum einpflanzen, ich kann das schon ganz alleine“, gab die fünfjährige Mette ihren Eltern, Ina und Frank Klasen, zu verstehen. Und Ruckzuck hatte sie das kleine Bäumchen in den Boden gesetzt, Erde drauf gekrümelt und schließlich mit ihren kleinen Füßen festgetreten. Perfekt.

44 neue Bäume für den Kirchenwald

Für ihre älteste Tochter hatten die Eltern eine Erle ausgewählt. Rieke, der Eineinhalbjährigen, und dem erst acht Wochen alten Sohn Til haben sie je eine Buche zugedacht. „Wir finden diese Aktion sehr schön“, sagen die Eheleute. Es sei eine gute Möglichkeit, ein Andenken an ein besonders Ereignis zu bewahren. Auch sei es schön, wenn die Kinder „ihr“ Bäumchen über die Jahre wachsen sehen würden. Auch die Großeltern der jungen Mutter hätten anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit einen Baum gepflanzt. „Es ist auch eine Art Dankeschön“, so Ina Klasen.

Weil der St.-Jakobi-Wald zwar kontinuierlich, aber behutsam wachsen soll, hat die Kirchengemeinde jeweils im Frühling und im Herbst Pflanzaktionen geplant. „Jemand wollte uns 100 Bäume finanzieren, aber das wollen wir gar nicht. Der Kirchenwald ist eine Gemeinschaftsaktion und muss sich als solche auch aus der Gemeinschaft heraus entwickeln“, so Timme.

Im Rahmen der vier Pflanzaktionen wurden bereits mehr als 100 Laub- und Obstbäume gepflanzt. Die Anlage wurde zwischenzeitlich erweitert, sodass noch Platz für etwa 500 Bäume vorhanden ist.

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