Schule am Lindhoop bietet passenden Kurs an / Emforce finanziert die Programme

Mit zehn Fingern geht es schneller

Ein Mann und eine Frau blättern durch Kataloge.
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Helmut Rothermel und Anne Grube hoffen, dass die Lernprogramme nach den Ferien zum Einsatz kommen.

Mit den beiden Daumen in Windeseile über die Smartphone-Tastatur zu hüpfen, um Texte zu schreiben, das ist eine bewundernswerte Fähigkeit, hilft aber nicht, wenn es gilt, Hausarbeiten oder Bewerbungen zu tippen. Um schnell und möglichst fehlerfrei arbeiten zu können, empfiehlt es sich, aus dem Zweifinger-System mehr zumachen. Das sieht auch die Leiterin der Schule am Lindhoop in Kirchlinteln, Anne Grube, so.

Kirchlinteln –In einem der drei Wahlpflichtkurse für die sechsten bis achten Klassen wird auf ihre Initiative hin das Lernen des Zehnfinger-Systems angeboten. 20 Schülerinnen und Schüler haben sich dafür angemeldet und sind mit Eifer dabei, Texte abzuschreiben.

Möglich gemacht hat dieses Angebot der Verein Emforce – Schule trifft Wirtschaft –, der die Anschaffung entsprechender Lernprogramme finanziert hat. Grube: „Das Schreiben auf der Tastatur mit dem Zehnfinger-System steht nicht auf dem täglichen Stundenplan, deshalb haben wird auch keine Mittel dafür.“

Emforce ist ein engagierter Partner

Aber die Schule hat einen engagierten Partner, der in solchen Fällen gerne einspringt. Emforce-Vorsitzender Helmut Rothermel musste nicht lange gebeten werden, um die Initiative der Schulleiterin zu unterstützen. Im Gegenteil: „Im vergangenen Jahr gab es nicht sehr viele Projekte, sodass wir genügend Geld auf dem Konto hatten, um kurzfristig 800 Euro für die Anschaffung von Lernprogrammen und Arbeitsheften zu spenden.“

Dennoch hakt es in den Computerräumen der Schule. Der Wahlpflichtkurs ist zwar bereits angelaufen, doch die Software konnte noch nicht benutzt werden. Grube: „Die Computer arbeiten noch mit dem Windows 7-Betriebssystem. Damit können wir die Programme gar nicht öffnen.“

Update des Betriebssystems steht an

Nach den Herbstferien soll dieses Problem jedoch gelöst sein, indem alle Computer ein Update mit dem Betriebssystem Windows-10 bekommen. Völlig veraltete Geräte sollen zudem ausgetauscht werden. Dabei geht die Schule davon aus, Geld für die Anschaffung aus dem Digitalpakt zu bekommen. Grube: „Die Gemeinde unterstützt uns dabei sehr, und auch der Verein Emforce bietet sich stets an, uns zu unterstützen.

Dann soll es richtig losgehen. Die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses werden sich mit dem Textverarbeitungsprogramm Word, der Präsentationssoftware Power-Point und dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel befassen. Und natürlich gleichzeitig das Tippen mit dem Zehnfinger-System fortsetzen.

Berufs-Orientierungs-Messe im März 2022

Das gefällt dem Emforce-Vorsitzenden Helmut Rothermel, der die Schülerinnen und Schüler der Schule am Lindhoop zusammen mit den Mitgliedern des Vereins seit Jahren bei der Berufssuche unterstützt. Gerade ist er dabei, erste Kontakte mit Arbeitgebern aus der Region zu knüpfen, um die nächste Berufs-Orientierungs-Messe der Schule am 3. März 2022 vorzubereiten. Dann werden um die 40 Unternehmen aus dem gesamten Landkreis vertreten sein und ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Diese Messen finden alle zwei Jahre statt und helfen dabei, in der Region den passenden Ausbildungsplatz zu finden. Rothermel: „Wer sich nicht allzu schlecht anstellt, wird in der Regel von den Firmen übernommen. Das stärkt die heimische Wirtschaft.“

Damit ist das Engagement von Emforce jedoch noch nicht erschöpft. Einmal im Jahr heißt es zum Beispiel „Schule trifft Politik“. Der Verein lädt alle Schülerinnen und Schüler zu einem Besuch des Niedersächsischen Landtages ein. „Wir helfen aber auch beim Verfassen von Bewerbungen und sind manchmal erstaunt, dass so etwas in einigen Familien nicht von den Eltern angeboten wird.“ Stattdessen übernehmen Paten des Vereins solche Aufgaben.

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